Stefan Bradl: «Laguna war wie ein Sechser im Lotto»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Bradl möchte in Texas am liebsten seinen Katar-Auftritt (Führung bis Runde 9) wiederholen, nur das unerfreuliche Ende will er diesmal weglassen.

Wie im Vorjahr ist Stefan Bradl punktelos zum Texas-GP auf dem Circuit of the Americas (COTA) angereist. Im Vorjahr war er hier Fünfter – vor Rossi.

Am Donnerstagnachmittag musste Bradl beim «Dorna Event» mit seinen Kollegen Hayden, Edwards, Herrin, Antonelli und Rabat für die Fotografen artig mit Cowboy-Hut posieren und Lassos werfen.
Dann drehte er mit dem Roller des LCR-Honda-Teams noch eine Runde auf der Piste, ehe sie um 16 Uhr geschlossen wurde.

Stefan, diese Rennstrecke gilt als Honda-Piste. Richtig?

Ich glaube ja. Gut, in Katar hat Márquez auch gewonnen. Aber er hat hier 2013 klar dominiert, Pedrosa ist auf Platz 2 gelandet. Honda hat hier letztes Jahr einen Vorteil gehabt.

Zuletzt gab es Kritik an den neuen hitzebeständigen Hinterreifen von Dunlop. Hier in Texas werden die letztjährigen Hinterreifen verwendet?

Nur bei der weichen Mischung haben wir die 2013-Version bekommen, bei der harten Mischung wurde der 2014er-Reifen geliefert.

Rossi hat im Vorjahr mal gesagt, dass Honda im Gegensatz zu Yamaha ein Motorrad gebaut hat, das perfekt zu den Bridgestone-Reifen passt, die nicht mehr so viel Seitenhaftung haben wie früher.

Ja, aber langsam kommt man mit dem Chassis-Bauen gar nicht mehr nach... Denn bei Bridgestone werden die Reifenkonstruktionen dauernd verändert. Zuletzt hiess es, dass sie auf Nummer Sicher gehen und alle Reifen hitzebeständig machen. Jetzt kommen sie zum zweiten Rennen, und hier ist der weiche Reifen nicht hitzebeständig, der harte schon. Das ist ein komisches Thema.

Und keiner weiss, warum es plötzlich wieder 2013-Reifen gibt?

Die einen sagen, das sei aus Kostenersparnis. Die andern sagen, dass Rossi und Lorenzo so viel Druck gemacht haben, dass sie wieder die letztjährigen Reifen gebracht haben. Das ist schwer zu durchschauen.

Márquez hatte einen Wadenbeinbruch, er hat deswegen zwei Tests verpasst, trotzdem hat er in Katar gewonnen. Wer soll ihn also hier schlagen?

Ja, Texas ist seine Lieblingsstrecke, hier hat er schon 2013 dominiert. Es wird also auch in diesem Jahr kein Weg an ihm vorbei führen. Man darf nicht sagen, dass er mit Sicherheit gewinnen wird. Denn sonst müssten wir gar nimmer fahren. Aber er ist sicher Favorit. Aber es kann immer was passieren.

Rossi war letztes Jahr als Sechster hier hinter dir. Jetzt will er auch aufs Podest. Das wird das übliche Gedränge?

Ja, ich will auch aufs Podest... Da muss man was tun dafür. Man muss abwarten. Meine Trainings müssen besser werden als in Katar, am Freitag vor allem und am Samstag. Ich glaube, dass mir die Strecke entgegenkommt. Ich fahre sehr gerne hier. Überhaupt mag ich die Rennen in Amerika.

In Laguna Seca hat du im Juli 2013 dominiert und im Rennen 21 Runden vor Márquez geführt, du bist dann Zweiter geworden.

Ja, ich muss Katar wiederholen, aber nicht mehr runterfallen...

Warum ist es in Laguna Seca so gut gelaufen?

Wahrscheinlich alles Zufall... (Er schmunzelt). Wie ein Sechser im Lotto. Den hast du auch nicht jede Woche.

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