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LCR-Honda: Kommt Cal Crutchlow? Oder Alvaró Bautista?

Bisher sind sich Ducati und LCR-Honda über den Deal mit Cal Crutchlow nicht einig geworden. Die Frist für Crutchlows Ausstiegsklausel ist verstrichen.

MotoGP

Im Artikel erwähnt



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Zwölf Tage nachdem Cal Crutchlow am 19. Juli bei der World Ducati Week seinen Verblieb im roten MotoGP-Werksteam an der Seite von Andrea Dovizioso angekündigt und bestätigt hatte, ging es bei Ducati gestern am 31. Juli noch einmal drunter und drüber.

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Ducati-CEO Claudio Domenicali, Ducati-Corse-General Manager und Sportdirektor Paolo Ciabatti warteten bis Mitternacht auf die Entscheidung von Cal Crutchlow und Bob Moore, ob er bis Mitternacht des 31. Juli 2014 von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch machen – und zu LCR-Honda gehen würde.

LCR-Honda plante bis zum Sachsenring-GP mit nur einem Fahrer – und das sollte auf Wunsch von HRC Jack Miller sein.

Das war schon seit dem Mugello-GP Ende Mai kein Geheimnis, deshalb sah sich Stefan Bradl längst anderweitig um.

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Erster Ansprechpartner war Ducati. Doch die Italiener rechneten mit einem vollen Haus (Dovizioso, Crutchlow, Iannone und Hernandez) und zeigten deshalb kein Interesse.

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Dafür sicht Forward-Yamaha Ersatz für Colin Edwards – und musste auch mit dem Abgang des WM-Sechsten Aleix Espargaró rechnen.

Forward-Yamaha-Teambesitzer Giovanni Cuzari zeigte vom ersten Augenblick an grosses Interesse an Bradl. "Ich liebe die Deutschen. Ich habe meinen ersten Arbeitsplatz in Deutschland gehabt. Stefan ist für uns erste Wahl", versicherte der Italiener beim Sachsenring-GP gegenüber SPEEDWEEK.com.

Bradl sollte 2015 in einem Dream Team neben Aleix Espargaró fahren und mit der Yamaha YZR-M1 um den Sieg in der Open-Class fighten.

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Als Aleix Espargaró bei Suzuki unterschrieb, wurde das Werben von Forward-Yamaha um Bradl noch eindringlicher, auch die Yamaha-Rennchefs Tsuji, Nakajima und Jarvis unterstützten diese Lösung.

Als Lucio Cecchinello in der Vorwoche seinen Vertrag mit dem neuen Hauptsponsor CWMworld.com (Financial Services) besiegelte, waren Bradls Verhandlungen mit Forward über einen Zwei-Jahres-Vertrag bereits weit fortgeschritten.

Auch Aprilia-Renndirektor Romano Albesiano hatte unterdessen ein lukratives Angebot für zwei bis drei Jahre vorgelegt.

Bradl durfte aber offenbar vor dem 31. Juli aus Vertragsgründen nirgends eine verbindliche Zusage machen. Ausserdem wartete er auf bereinigte Vertragsvorschläge von Forward-Yamaha und Aprilia Racing.

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Unterdessen lief LCR-Honda-Teambesitzer Lucio Cecchinello die Zeit davon. Als ihm bewusst wurde, dass Bradl sein Angebot nicht annehmen würde, nahm er wieder Kontakt zu Cal Crutchlow und dessen Manager Bob Moore auf.

Der Knackpunkt: Crutchlow kassiert bei Ducati 2,5 Millionen Euro pro Saison, die Kundenteams von Ducati, Honda und Yamaha können diese Gagen nicht bezahlen. Iannone verdient zum Beispiel bei Pramac-Ducati 300.000 Euro im Jahr.

Viele Experten sind der Ansicht, Stefan Bradls Fahrstil eigne sich perfekt für die YZR-M1-Yamaha.

Der MotoGP-WM-Neunte will noch vor seinem Abflug zum Indy-GP (Rennen am 10. August) endgültig Klarheit über seine Zukunft haben – und bei Forward unterschreiben.

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Lucio Cecchinello und Ducati haben sich offenbar jetzt geeinigt, Crutchlow eine zusätzliche Frist für seine endgültige Entscheidung einzuräumen.

Bisher ist keine endgültige Entscheidung gefallen, es wird noch heftig verhandelt.

Cecchinello hofft, diesen Last-Minute-Transfer noch erfolgreich über die Bühne zu bringen, denn ausser Crutchlow ist kein Fahrer vom Kaliber Bradls verfügbar, der sich für die Factory-Spec-Honda im LCR-Team neben Jack Miller (er soll das Open-Bike fahren) empfehlen würde.

"Obwohl mir HRC mitgeteilt hat, dass sie kein Interesse mehr an Stefan Bradl haben, haben wir ihm ein Angebot gemacht. Aber diese Offerte kam zu spät, da sich Stefan bereits mit Cuzari und dem Forward-Team einig war. Zu diesem Zeitpunkt haben wir den Kontakt zu Crutchlow wieder aufgenommen, zumal CWM ein britisches Unternehmen ist. Ich warte jetzt auf eine Bestätigung oder Information von Manager Bob Moore", erklärte Cecchinello heute gegenüber SPEEDWEEK.com.

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Was wird Cecchinello tun, wenn Crutchlow jetzt trotz des LCR-Honda-Angebots bei Ducati bleibt?

"Von den Top-Ten-Fahrern ist nur noch Alvaro Bautista verfügbar", ist sich der italienische Teambesitzer bewusst.

Und wie sieht die Situation mit Jack Miller aus? Wird er unterschreiben?

Cecchinello: "Im Moment weiss ich nichts über die Wünsche von Honda."

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HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto will Miller auf die Open-Honda setzen, Crutchlow wurde statt Bradl die 2015-Werksmaschine angeboten.

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