MotoGP

Sergio Verbena/Forward: «Bin happy mit Stefan Bradl»

Von - 06.02.2015 16:12

Stefan Bradl erfüllte beim dreitägigen Sepang-Test mit Platz 8 die Erwartungen von Forward-Yamaha. Crew-Chief Sergio Verbena lobte seinen deutschen Schützling.

Der Italiener Sergio Verbena, letztes Jahr bei Forward Racing Crew-Chief von Colin Edwards und nachher von Alex De Angelis, betreut jetzt im Open-Yamaha-Team von Giovanni Cuzari den letztjährigen WM-Neunten Stefan Bradl.

Verbena war mit dem gesamten Verlauf des ersten Sepang-Tests sehr zufrieden. Die Genugtuung war ihm anzusehen, schliesslich hatte die Forward-Truppe die zwei Factory-Suzuki, zwei Factory-Honda (Crutchlow und Redding) sowie beide Pramac-Ducati-Factory-Bikes hinter sich gelassen und den zweitbesten Open-Fahrer (Barbera auf der Avintia-Ducati um genau 0,899 Sekunden distanziert.

«Das war ein sehr guter, sehr wirkungsvoller Test, obwohl wir fast bei Null gestartet sind. Denn im Grunde hatten wir einen halben Tag in Valencia und einen halben Tag in Jerez. Wir haben uns Schritt für Schritt und Run für Run gesteigert, ohne Eile, ohne Druck. Wir sind happy. Stefan ist eine sehr gute Rundenzeit gelungen, wobei man nicht vergessen darf, dass der weiche Hinterreifen der Open-Class jetzt eine Stufe härter ist als der, den wir letztes Jahr für Aleix Espargaró hatten. Insgesamt ist es tadellos gelaufen. Wir haben jeden Tag eine deutliche Steigerung gesehen. Freitagfrüh hat Stefan einen Riesenschritt gemacht, er ist fast 1,2 sec schneller gefahren als am Donnerstag. Er ist sehr gute Rundenzeiten gefahren. Wir wissen, dass du hier in Sepang nur zwischen 10 und 11 Uhr früh eine Spitzenzeit fahren kannst. Nachher werden die Bedingungen schlechter, der Belag wird zu heiss.»

Verbena sagte, man habe am letzten Tag beim Chassis-Set-up noch eine vielversprechende Richtung eingeschlagen. «Wir werden alles in zweieinhalb Wochen hier noch einmal probieren und bestätigen», erzählte er. «Die Yamaha verlangt einen etwas anderen Fahrstil als die Honda. Vielleicht passt dieses Motorrad besser zu Stefan als die Honda. Er braucht einfach noch mehr Runden, um das Feeling weiter zu verbessern. Wir überstürzen nichts. Wir wollen keinen dummen Sturz heraufbeschwören, denn dann bist du verletzt und verlierst das Feeling. Wir haben Zeit; das erste Rennen ist noch sieben Wochen entfernt...»

Sergio Verbena arbeitet zum ersten Mal mit einem deutschen Rennfahrer zusammen und gewinnt neue Eindrücke. «Stefan ist sehr, sehr ruhig. Er hat Selbstververtrauen, er ist selbstbewusst. Als die Rundenzeit am ersten Tag stundenlang nicht kam, weil wir Elektronikprobleme hatten, war er nicht beunruhigt. Mir ist auch aufgefallen, dass Stefan jede Rundenzeit wiederholen kann, die ihm einmal gelungen ist. Am ersten Tag fuhren wir 2:03, nachher ist er 2:02 min gefahren, danach ist er jede Runde in 2:02 gefahren. Nachdem er erstmals 2:01 gefahren ist, hat er immer 2:01 hingelegt. Das ist ein gutes Zeichen, weil es beweist, dass er nicht irgendeine einzelne schnelle Runde gezaubert hat, weil er jemand verfolgt hat, sondern er fährt sie aus eigener Kraft. Er steigert sich, weil er alles versteht und sich dann verbessert, sobald das Bike besser funktioniert. Ich habe gesehen, dass er drei Tage lang nie einem anderen Fahrer nachgefahren ist.»

Die Situation in der Open-Class sieht vorläufig recht vielversprechend aus. «Der Sieg in der Open Class ist unser primäres Ziel, auch für Yamaha. Wir befinden uns da im Moment in einer sehr guten Position», lacht Verbena fröhlich. «Doch wir müssen damit rechnen, dass sich die Open-Gegner verbessern. Aber wir tun unser Bestes, um die Open-Kategorie zu gewinnen. Aber das ist nicht unser einziges Vorhaben. Wir wollen auch ein paar Factory-Bikes besiegen.»

«Beim nächsten Test in zweieinhalb Wochen können wir hier sicher die Elektronik noch weiter verbessern, denn wir haben eine neue Software bekommen, einige Features davon waren neu für uns. Wir haben da noch nicht alles genützt. Dazu werden wir uns noch um das Chassis-Set-up kümmern. Dann möchten wir das Turning noch verbessern, damit Stefan in manchen engere Linien fahren kann. Dazu kümmern wir uns um eine bessere Bremsstabilität», liess Verbena anklingen.

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Stefan Bradl mit Crew-Chief Sergio Verbena © Gold & Goose Stefan Bradl mit Crew-Chief Sergio Verbena
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