Superbike-WM: Zweites BMW-Team steigt aus

Marc Márquez: «Beziehung zu Rossi unverändert!»

Von Sharleena Wirsing
Seinen Ausfall in Argentinien verschuldete Marc Márquez selbst, wie auch er bestätigte. Daher hegt der Weltmeister keinen Groll gegen Mitstreiter Valentino Rossi.

«Ich habe einige Lektionen gelernt», erklärte Marc Márquez am Mittwoch in Barcelona. «Zunächst habe ich von Rossis Strategie, den extra-harten Reifen zu wählen und am Ende anzugreifen, gelernt. Da ich im Training mit diesem Reifen kein gutes Gefühl hatte, gingen wir das Risiko mit dem harten Reifen ein. Es hätte sich beinahe ausgezahlt – nur eineinhalb Runden fehlten. Ich habe noch mehr gelernt, aber das behalte ich für mich.»

Wird die gute Beziehung zu Rossi durch diesen Vorfall in Mitleidenschaft gezogen? «Für uns beide ist alles in Ordnung. Wir sind zwei Fahrer, die es verstehen, zwischen dem Leben auf und abseits der Strecke zu unterscheiden. Auf der Strecke kümmert sich jeder im die eigenen Interessen. Daher denke ich, dass dies unsere Beziehung nicht verändern wird.»

Wie hoch schätzt der 22-jährige Repsol-Honda-Pilot seine WM-Chancen ein, nachdem er nach nur drei Rennen bereits 30 Punkte zurückliegt? «Es gibt einige Dinge, die mich sehr optimistisch stimmen. Einer davon ist, dass ich alle drei Rennen hätte gewinnen können. Wenn ich in Katar nicht den Fehler in der ersten Kurve gemacht hätte, dann wäre ich mit Sicherheit auf dem Podest gelandet. In Austin habe ich gewonnen. Ohne den Sturz in Argentinien wäre ich Zweiter geworden. Wir sind also für den Rest der Saison gut aufgestellt. Auch 2013 lag Dani Pedrosa nach sechs Rennen vorne, Jorge Lorenzo war Zweiter, ich lag 30 Punkte hinter Dani. Trotzdem habe ich den Titel geholt.»

Zu bedenken ist jedoch, dass sich Lorenzo sowie Pedrosa 2013 das Schlüsselbein brachen und daher viele Punkte verloren. Wenn Rossi unverletzt und in seiner derzeitigen Form bleibt, dürfte es schwieriger werden, den Rückstand aufzuholen.

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