Stefan Bradl geschockt: «Unfall sah erschreckend aus»

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Die starke Leistung von Stefan Bradl im Q1 trat nach dem schweren Unfall von Alex De Angelis im vierten Training in den Hintergrund. «Auf einmal war alles ganz still im Fahrerlager.»

Direkt vor dem Qualifying 1 ereignete sich in der letzten freien Trainingssitzung ein schwerer Sturz von Alex De Angelis. Der 31-Jährige aus San Marino wurde schwer verletzt, musste lange an der Strecke medizinisch betreut werden und gab zunächst kein Lebenszeichen von sich. Ein Bild des Schreckens – auch für Stefan Bradl.

«Ich möchte gleich sagen, dass es ein sehr dummes Gefühl war nach dem schweren Unfall von Alex De Angelis. Auf einmal war alles ganz still im Fahrerlager, man hörte keine Motoren. Wenn man in die Gesichter schaute, sah man, dass alle sehr bestürzt waren. Das war kein gutes Gefühl. Nun habe ich gehört, dass es etwas Entwarnung gibt. Ich weiß aber noch nicht viel», erklärte Bradl. De Angelis ist bei Bewusstsein, hat Schmerzen in Rücken und Beinen und wurde mit dem Helikopter in die Universitätsklinik Dokkyo bei Tokio gebracht.

Hast du den Unfall auch auf der Strecke mitbekommen? «Um ehrlich zu sein, bin ich an der Unfallstelle vorbeigekommen. Es sah erschreckend aus. Im ersten Moment war mir bewusst, dass es eine ganz üble Geschichte ist. Man befürchtet immer das Schlimmste. Glücklicherweise wird er, um es ganz salopp zu sagen, diesen Unfall überleben. Das ist das Wichtigste.»

Im anschließenden Qualifying 1 schaffte Bradl zwar nicht den Sprung in das Q2, aber er fuhr mit Startplatz 13 seine bisher beste Qualifying-Leistung für Aprilia ein. Der Deutsche verpasste den Einzug in das Q2 nur um 0,173 sec. Bradls bisherige Startplätze im Aprilia-Werksteam waren: 17. in Indy, 16. in Brünn, 14. in Silverstone, 19. in Misano und 17. in Aragón.

Alvaró Bautista wird von Position 16 starten. Bei seinen bisherigen fünf Rennwochenenden für Aprilia war Bradl im Qualifying jeweils schneller als sein Teamkollege Bautista. Im Rennen drehte der Spanier den Spieß um.

«Ich bin schon happy. Wir können zufrieden sein, aber es ist erst Samstag», ist Bradl bewusst.

«Gut war, dass wir im FP4 noch Zeit hatten, um einige Runden auf die Reifen raufzufahren und so die Konstanz zu verbessern. An der Vorderrad-Gabel und am Grip konnten wir Verbesserungen finden. So war ich recht konstant unterwegs. Im Qualifying ist es mir mit frischen Reifen dann gelungen, zwei sehr gute Runden hinzuknallen. Dass es nicht für das Qualifying 2 gereicht hat... Da brauchen wir uns keine Illusionen machen, denn unsere Maschine ist zehn Kilo zu schwer, dieses Gewicht muss man auch bremsen und beschleunigen. Wir haben einen guten Job gemacht. Ich kann im Hinblick auf den Sonntag ruhig schlafen, denn auch im FP4 waren wir gut unterwegs», freute sich Bradl.

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