Alex De Angelis: «Werde in Sepang testen»

Von Frank Aday
MotoGP
Alex De Angelis

Alex De Angelis

Ohne Zweifel erlebte die MotoGP-WM 2015 ihren schlimmsten Moment in Motegi, als Alex De Angelis einen heftigen Sturz erlitt und schwer verletzt wurde. Wie geht es ihm nun, und wie sehen seine Pläne aus?

Es war der größte Schock der MotoGP-Saison 2015. ART-Aprilia-Pilot Alex De Angelis aus dem Ioda-Team hatte sich im vierten freien Training beim Grand Prix von Japan in Motegi bei einem schweren Sturz ernste Verletzungen wie eine Quetschung der Lunge, ein Schädeltrauma, diverse Wirbelbrüche und Brüche der Rippen, des Brustbeins und des rechten Schlüsselbeins zugezogen. Glücklicherweise wurde das Rückenmark bei den Wirbelbrüchen nicht in Mitleidenschaft gezogen, daher bestand keine Lähmungsgefahr.

Dieses schreckliche Ereignis zog glücklicherweise ein Happy End nach sich. Am 25. Oktober konnte Alex De Angelis das Universitätsklinikum Dokkyo in Mibu verlassen und seine Reha in San Marino beginnen. Zum Saisonfinale in Valencia konnte De Angelis bereits wieder als Zuschauer anreisen.

De Angelis hat zwei Monate nach seinem Unfall nur ein Ziel: Für den Saisonstart 2016 in Katar wieder völlig fit zu sein. «Ich trainiere jeden Tag und konnte auch wieder drei Tage Moutainbike fahren. Ich muss noch ein MRT von meinem Rücken machen lassen, ob alles in Ordnung ist, danach kann ich zurück auf das Motorrad und Motocross oder Dirt Track trainieren. Der Winter ist immer langweilig für uns Fahrer, weil wir normalerweise mit dem Adrenalin leben. Ich kann es kaum erwarten, mich wieder in den Sattel zu schwingen. Ich habe noch Schmerzen, aber nichts worüber man sich Sorgen machen müsste, denn sie betreffen hauptsächlich die Muskeln.»

Die schnelle Genesung des 31-Jährigen ist bemerkenswert. «Glücklicherweise bin ich kein Medizin-Experte, aber ich sah die Überraschung in den Augen vieler Menschen und der Ärzte in San Marino und der Clinica Mobile, die mich intensiv unterstützt haben. Ich folge dem Rat von Dr. Costa: ‹Wenn du dich zu etwas in der Lage fühlst, warum solltest du es dann nicht tun?› Ich habe einen starken Willen und nahm einige Risiken auf mich. Ich wusste, dass meine Verletzungen nicht nur schmerzhaft, sondern gefährlich waren. Doch ich stand so früh ich konnte aus dem Bett auf. Nun fehlt mir aber nur noch Kraft im rechten Arm. Das ist normal, die Nerven haben einen heftigen Schlag abbekommen. Das braucht Zeit.»

Erinnerst du dich an den Unfall? «Nein, überhaupt nicht. In den ersten Tagen konnte ich mich nicht einmal an den Freitag erinnern, dann kam die Erinnerung an den Freitag zurück, aber der Samstag bleibt eine Leerstelle. Es war nicht einfach, als ich aufwachte, sagten mir die Ärzte, dass ich mich nicht bewegen darf. Ich war durch die Beruhigungsmittel verwirrt. Als dann das Morphin abgesetzt wurde, waren die Schmerzen sehr stark. Ich fragte die Ärzte, wann ich wieder gehen, laufen und fahren kann.»

Hast du an dein Karriereende gedacht? «Am Freitag nach dem Unfall sah ich mir den Malaysia-GP auf meinem Handy an. Als ich die anderen Fahrer auf der Strecke sah, war ich sehr verärgert, dass ich nicht dabei sein konnte. Ich verstand, dass ich nicht aufhören werde.»

Was hast du aus dieser Situation gelernt? «Es zeigte mir, dass dieser Sport mein Leben ist, und wie sehr ich die Bikes liebe. Ich bin ein Fahrer und nichts anderes. Zudem wurde mir klar, wie viele Menschen mich lieben und, dass ich viele Freunde habe.»

Nun arbeitet De Angelis hart an seinem Comeback, wie er den Kollegen von «GPone» erklärte: «Mein Ziel ist es, für das erste Rennen in Topform zu sein, aber ich werde im Februar auch auf jeden Fall in Sepang testen. Ich werde sicher nicht völlig fit sein, aber ich will so viele Runden wie möglich drehen. Ich habe noch keine Ahnung vom Bike und den Reifen, daher liegt viel Arbeit vor mir, aber ich bin bereit.»

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