Valentino Rossi: Der «Doctor» wird heute 37 Jahre alt

Von SPEEDWEEK
MotoGP

Valentino Rossi ist der größte MotoGP-Star der Gegenwart. Am heutigen Dienstag feiert der neunfache Weltmeister seinen 37. Geburtstag. SPEEDWEEK.com gratuliert herzlich.

Valentino Rossis Mutter Stefania wünschte sich, dass er Fußballspieler wird, doch sein Vater Graziano Rossi brachte ihn zum Kartsport. 1990 gewann er die regionale Go-Kart-Meisterschaft. Es war der Beginn einer einzigartigen Motorsportkarriere.

1991 kam der Wechsel in den Zweiradsport. Auf einem Minibike gewann Rossi auf Anhieb sein erstes Rennen. Ein Jahr später wurde er regionaler Minimoto-Champion. 1993 wurde Rossi auf einer 125-ccm-Cagiva Dritter in der Italienischen Sport-Produktion-Meisterschaft.

1996 folgte der Einstieg in die Weltmeisterschaft. Rossi fuhr für Aprilia in der 125-ccm-Weltmeisterschaft und holte in Brünn seine erste Pole-Position und den ersten Sieg. Bereits ein Jahr später gewann er den WM-Titel in der 125er-Klasse. 1998 wechselte Rossi in die 250er-Weltmeisterschaft und sicherte sich im darauf folgenden Jahr auf einer Aprilia den WM-Titel.

Pünktlich zur Jahrtausendwende stieg Rossi in die Königsklasse auf. Die 500-ccm-Weltmeisterschaft 2000 beendete er auf Honda hinter Kenny Roberts jr. (Suzuki) als Vizeweltmeister.

2001 gewann Rossi die letzte Weltmeisterschaft der 500er-Zweitakter und wurde damit nach Phil Read der zweite Fahrer in der Geschichte des Motorradrennsports, der in drei Klassen einen Titel gewonnen hatte. 2002 und 2003 wurde Rossi erneut Weltmeister, diesmal in der neu geschaffenen MotoGP-Klasse auf der Viertakt-Honda RC211V. 2004 wechselte Rossi zu Yamaha und verteidigte seinen WM-Titel erfolgreich, auch in 2005.

2006 und 2007 musste er sich Nicky Hayden (Honda) und Casey Stoner (Ducati) geschlagen geben. Im letzten Saisonrennen 2007 verlor Rossi durch einen Ausfall auch den Vizeweltmeistertitel um einen Punkt an Dani Pedrosa. Im selben Jahr wurde Rossi in einen Steuerskandal verwickelt. Ihm wurde vorgeworfen, seinen Wohnsitz in England nur zum Schein zu haben, die meiste Zeit des Jahres aber in seinem Heimatort in Italien zu verbringen. Am Ende wurde Rossi von der italienischen Finanzbehörde zu einer Steuernachzahlung von 35 Millionen Euro verdonnert.

2008 konnte Rossi beim Grand Prix von Japan mit seinem achten Saisonsieg schon drei Rennen vor dem Saisonende den achten Titel seiner Karriere und seinen sechsten in der Königsklasse feiern. 2008 bekam Rossi im Yamaha-Werksteam mit dem zweifachen 250ccm-Weltmeister Jorge Lorenzo einen starken Teamkollegen.

Die Rivalität zwischen dem etablierten Star und dem aufstrebenden Youngster war offensichtlich. Rossi ließ sogar eine Trennwand in der Yamaha-Box aufstellen. Der vorgeschobene Grund: Lorenzo fuhr Michelin, Rossi Bridgestone-Reifen.

2010 stürzte Rossi ausgerechnet bei seinem Heimrennen in Mugello per Highsider und zog sich einen Schien- und Wadenbeinbruch zu. Nach vier Rennen Verletzungspause stand Rossi beim Sachsenring-GP wieder in der Startaufstellung und wurde auf Anhieb Vierter.

Für die Saison 2011 wollte ihm Yamaha keine bevorzugte Behandlung zusichern, weshalb Valentino Rossi zum Ducati-Werksteam wechselte. Eine Entscheidung, die Rossi später bereute: In zwei Jahren gelangen dem Ausnahmekönner nur drei Podestplätze. Um Siege konnte der erfolgsverwöhnte Italiener nicht kämpfen.

Auch nach seiner Rückkehr zu Yamaha im Jahr 2013 konnte Rossi nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen. Die jüngere Konkurrenz war dem mittlerweile 34-Jährigen überlegen, Rossi konnte nur einen Sieg einfahren und beendete die Saison auf dem vierten Rang.
Doch 2014 nahm der «Doctor» wieder Fahrt auf. Er gewann sein Heimrennen in Misano und triumphierte auf Phillip Island. Er krönte sich hinter Marc Márquez zum Vizeweltmeister und erklärte, dass er 2015 seinen zehnten Titelgewinn ins Visier nehmen will.

2015 ging Rossi für das Yamaha-Werksteam tatsächlich auf Titeljagd. Er führte die Gesamtwertung den Großteil der Saison an, gewann vier Rennen und stand bei 15 von 18 Rennen auf dem Podest. Doch sein Yamaha-Teamkollege Jorge Lorenzo war ihm stets dicht auf den Fersen.

Als Rossi beim vorletzten Rennen in Sepang mit Marc Márquez aneinandergeriet und der Spanier zu Sturz kam, wurde Rossi mit drei Strafpunkten belegt. Da der Italiener bereits einen Strafpunkt auf dem Konto hatte, musste er beim Saisonfinale in Valencia von ganz hinten starten. Jorge Lorenzo siegte zum siebten Mal und holte mit fünf Punkten Vorsprung den Titel.

2016 tritt Rossi erneut für das Team Movistar Yamaha an der Seite von Jorge Lorenzo in der MotoGP-Klasse an. Obwohl er mit 37 Jahren der älteste Fahrer im Feld der Königsklasse ist, bewies der neunfache Weltmeister 2015 erneut, dass das Alter für ihn nur eine Zahl ist. Valentino Rossi bleibt hungrig auf seinen zehnten WM-Titel. 2016 hat er erneut die Chance, diesen Traum wahr zu machen.

Nach den ersten Rennen 2016 will der Italiener zudem entscheiden, ob er seinen Vertrag mit Yamaha um zwei weitere Jahre verlängert. Zahlreiche Fans und Beobachter offen, dass Rossi der MotoGP-WM noch lange erhalten bleibt. Wir sagen dem «Doctor» heute: Tanti auguri di buon compleanno!

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