Maverick Viñales sorgt für Sensation: Suzuki-Bestzeit

Von Ivo Schützbach
MotoGP
Maverick Vinales liebt die Strecke auf Phillip Island

Maverick Vinales liebt die Strecke auf Phillip Island

«Ich habe alles in diese letzte Runde gelegt», erzählte Suzuki-Werksfahrer Maverick Viñales nach seiner Bestzeit am zweiten Tag der MotoGP-Tests auf Phillip Island. Ein Schock für die Arrivierten.

Die Stars Marc Márquez, Jorge Lorenzo und Valentino Rossi schreiben die Bestzeit von Maverick Viñales auf seiner Suzuki GSX-RR am zweiten von drei Testtagen dem speziellen Charakter der Rennstrecke auf Phillip Island zu. Gleichzeitig zogen sie aber auch den Hut vor der Leistung des 21-Jährigen.

In 1:29,131 min fehlt dem Spanier nicht mehr viel zur Pole-Zeit von 2015: diese war 1:28,364 min. Und das mit den neuen Michelin-Reifen sowie elektronischem Einheits-Steuergerät.

SPEEDWEEK.com sprach mit Viñales.

Dir hat es heute richtig getaugt?

Ja, wenn alles passt, dann kann man schnell sein. Ich fühle mich in Phillip Island immer gut, auf dieser Strecke bin ich immer schnell. Das Team hat aber auch vorbildlich gearbeitet, ich konnte ihnen meine Eindrücke gut schildern.

Als ich mit meiner Zeit bei 1:25-Mitte angekommen war, ließ ich einen neuen Reifen aufziehen und legte alles in diese eine Runde.

Mit der Elektronik haben wir gegenüber Malaysia große Fortschritte erzielt. Jetzt funktioniert die Traktionskontrolle. Bei jedem Rausfahren haben wir etwas Neues probiert, da ist es schwierig, eine konstante Leistung zu bringen. Aber heute gelang es uns.

Hast du damit gerechnet, am Ende des Tages eine Suzuki an der Spitze zu sehen?

Hier ja. Meine Linie auf dieser Strecke ist Spitze, ich war hier schon letztes Jahr gut. Ich war viel motivierter als in Malaysia. Klar ist aber auch: Wenn das Motorrad nicht funktioniert, dann bist du nicht schnell. Wir sahen, dass das Bike wirklich gut war.

Bist du einen Long-run gefahren, um zu lernen wie sich die Elektronik und Reifen nach mehreren Runden verhalten?

Ich fuhr die Reifen so lange, bis sie an ihrem Limit waren. Alles war gut, ich fühlte mich großartig. Ich konnte aber keine Rennsimulation machen, weil es immer wieder mal regnete. Wir konnten es nicht riskieren Zeit mit einer Simulation zu verlieren, diese werden wir in Katar machen.

Letztes Jahr musstest du noch mit einem normalen Getriebe fahren, jetzt hast du eines ohne Zugunterbrechung – wenn auch nur beim Hochschalten. Macht das einen großen Unterschied aus?

Meine Rundenzeiten sind jetzt gleichmäßiger. Beispielsweise aus Kurve 6 heraus liegt das Motorrad jetzt stabil, ohne Seamless-Getriebe hat es sich immer aufgeschaukelt.

Mein Speed insgesamt war viel besser. Wir haben mit dem Seamless einen großen Schritt nach vorne gemacht. Hoffentlich bekomme ich für den nächsten Test in Katar das Seamless, welches beim Hoch- und runterschalten funktioniert. Wenn die jetzige Version drei Tage lang klaglos arbeitet, dann können wir das andere probieren.

Hast du erneut zwischen den Chassis’ von 2015 und 2016 gewechselt?

Ja. Den ganzen Morgen fuhr ich mit dem alten Chassis, nach dem Mittag mit dem neuen. Ich mag das neue Chassis. Negativ ist nur, dass wir mit dem alten Chassis ein Jahr Erfahrung haben – mit dem neuen eine halbe Stunde. Wir müssen mehr mit ihm arbeiten. Ich gehe davon aus, dass für mich das neue Chassis besser sein wird. In schnellen Kurven lässt sich das Motorrad leichter lenken, auch in langsamen. Noch ist das Chassis aber zu schwerfällig. Wir brauchen ein agileres und etwas mehr Grip, sonst wird es nicht auf jeder Strecke funktionieren.

Zeiten MotoGP-Test Phillip Island, Tag 2:

1. Maverick Viñales, Suzuki, 1:29,131 min
2. Marc Márquez, Honda, 1:29,292
3. Jorge Lorenzo, Yamaha, 1:29,357
4. Valentino Rossi, Yamaha, 1:29,404
5. Cal Crutchlow, Honda, 1:29,671
6. Héctor Barberá, Ducati, 1:29,854
7. Andrea Iannone, Ducati, 1:29,857
8. Dani Pedrosa, Honda, 1:29,917
9. Scott Redding, Ducati, 1:29,941
10. Bradley Smith, Yamaha, 1:29,992
11. Loris Baz, Ducati, 1:30,134
12. Andrea Dovizioso, Ducati, 1:30,142
13. Pol Espargaró, Yamaha, 1:30,154
14. Danilo Petrucci, Ducati, 1:30,156
15. Aleix Espargaró, Suzuki, 1:30,385
16. Yonny Hernandez, Ducati, 1:30,509
17. Jack Miller, Honda, 1:30,514
18. Eugene Laverty, Ducati, 1:30,617
19. Tito Rabat, Honda, 1:30,650
20. Takuya Tsuda, Suzuki, 1:32,599

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