Lin Jarvis: Fixe Transferperioden für MotoGP-Piloten

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Yamaha-Rennchef Lin Jarvis

Yamaha-Rennchef Lin Jarvis

Die Transfer-Neuigkeiten und Fahrerwechsel haben in den letzten Monaten den spannenden Titelkampf in den Schatten gestellt. Yamaha-Rennchef Lin Jarvis kann sich eine beschränkte Frist für Verhandlungen vorstellen.

Die meisten wichtigen Teamplätze und Fahrerträge für 2017 und 2018 waren in diesem Frühjahr bereits vor dem sechsten von 18 Rennen vergeben.

Sollte es nicht ein Gentlemen's Agreement zwischen den Werken geben, um die Transferperiode zeitlich einzuschränken, zum Beispiel  auf Juli, August und September?

Lin Jarvis, Managing Director von Yamaha Motor Racing und somit Chef von Lorenzo und Rossi, könnte sich so ein Stillhaltekommen durchaus vorstellen.

«Hm, das könnte eine Option sein. Aber wir haben in der MSMA untereinander noch nie über diese Frage diskutiert. Manchmal können wir mit den anderen Werken freier reden, wenn wir uns nicht gerade mitten in der heissen Transferphase befinden», sagt Lin Jarvis. «Vielleicht können wir zu einem späteren Zeitpunkt einmal darüber reden, wie wir die Interessen der Teams und Werke mit den Fahrern besser bündeln könnten.»

Jarvis weiter: «Vielleicht findet man ein Zeitfenster für Fahrerwechsel, solche Transferzeiträume existieren ja auch im Fussballsport. Ich habe das noch nie genau studiert, aber ich glaube im Fussball existieren zwei Zeitspannen, in denen Spieler den Verein wechseln dürfen. Ich bin sicher offen, über solche Transfer-Zeitfenster nachzudenken, wenn ein anderer Hersteller dies vorschlägt. Aber gleichzeitig müssen wir die Marktgepflogenheiten ausnützen, solange keine Einschränkungen existieren.»

«Der einzige Grund, warum in diesem Jahr alles so früh in Bewegung geraten ist, war der Wunsch von Jorge, den neuen Yamaha-Werksvertrag noch vor dem Katar-GP auf dem Tisch zu haben», erklärt Lin Jarvis. «Er hatte den Wunsch, den neuen Yamaha-Vertrag vor dem ersten Rennen zu unterschreiben. Dadurch hat sich alles beschleunigt. Nachher folgten die News Schlag auf Schlag, das war ein Domino-Effekt. Nachdem sich Jorge zum Wechsel entschieden hatte, ist bei uns eine Vakanz entstanden – und wir mussten diesen Platz für 2017 füllen. Wir konnten uns nicht lange Zeit lassen, wir mussten uns rasch bewegen. Ich würde sagen, das ist nicht ideal, ich würde zu diesem Zeitpunkt der Saison lieber den Sport und die Rennen im Vordergrund sehen. Wir befinden uns in einer extrem spannenden und interessanten Saison. Es wäre schön, wenn wir uns bald in erster Linie wieder damit befassen könnten. Aber das lässt sich nicht ändern. Die Situation ist halt so.»

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