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Pit Beirer (KTM): «Renndebüt Spielberg? Nein, danke»

Von Günther Wiesinger
Nach den starken Leistungen von KTM bei den jüngsten Tests wurden Stimmen laut, man möge das Renndebüt vorverlegen. Doch Motorsport-Direktor Pit Beirer ist strikt dagegen.

Das neue Red Bull KTM-Werksteam blieb den Gegnern beim zweitägigen MotoGP-Test in Spielberg recht dicht auf den Fersen.

Alvaró Bautista als bester Aprilia-Fahrer wurde sogar von Testfahrer Mika Kallio um 0,1 Sekunden distanziert.

Es war auffallend, wie gebannt die KTM-Mannschaft bei jedem Run von Kallio und Lüthi gespannt auf den Zeitenmonitor in der Box starrte.

Die Stunde der Wahrheit war gekommen.

Ziemlich genau vor zwei Jahren, am 31. Juli 2014, hat KTM-Firmenchef Stefan Pierer den Einstieg von KTM in die Königsklasse im SPEEDWEEK.com-Interview exklusiv für Katar 2017 angekündigt.

Inzwischen wird auch der Wildcard-Einsatz in Valencia 2016 mit Mika Kallio offiziell bestätigt.

Trotzdem bleiben die KTM-Rennmanager auf dem Teppich.
Deshalb gibt es auch keine Diskussion darüber, ob KTM das Renndebüt vorverlegen sollte – auf den ausverkauften GP von Österreich am 14. August, wo sogar eine KTM-Tribüne mit 10.000 Sitzen in Bausch und Bogen gebucht wurde.

Auch wenn es ungeduldige Stimmen gab, KTM solle sich nicht länger bei privaten Tests verstecken, sondern frühzeitig den Wettbewerb suchen.

Aber für Pit Beirer, Motorsport Director von KTM, kommt ein Renneinsatz in Spielberg auf keinen Fall in Frage. Die erste echte Nagelprobe wird am 13. November in Valencia stattfinden.

«Es war schwer einzuschätzen, wie wir uns beim ersten großen Test aus der Affäre ziehen würden. Deshalb ist mir am Dienstag und Mittwoch auch erst mal ein Stein vom Herzen gefallen. Ich denke, die Richtung stimmt. Aber wir sollen diese erste Standortbestimmung nicht überbewerten. Wir haben ordentliche Runden gedreht, aber wir wollen jetzt bis zum Valencia-GP noch vier Tests in Brünn, Misano, Aragón und Valencia absolvieren und uns weiter verbessern. Wir denken und planen realitätsnah. Ein verfrühter Renneinsatz würde nur unseren Zeitplan durcheinander bringen und uns von Katar 2017 ablenken.»

Die KTM-Mannschaft ist ehrgeizig, sie will nicht auf dem Aprilia-Niveau einsteigen, sondern näher an Suzuki herankommen.

«Wenn man bedenkt, dass wir keine Winglets verwenden, weil sie 2017 sowieso verboten sind, und noch keinen Pol Espargaró im Sattel haben, dann haben wir ein anständiges Debüt geliefert», meint Pit Beirer. «Wir haben noch ein paar Teile, die wir ausprobieren müssen. Wir werden die drei Monate bis Valencia gut nützen.»

«Ich hätte vor ein paar Jahren echt nicht zu träumen gewagt, dass wir jetzt in dieser Liga mitspielen», ergänzte der ehemalige 250-ccm-Motocross-Weltklassefahrer und 18-fache WM-Laufsieger.

Und aus Brünn hörten KTM und WP Suspension auch erfreuliche Neuigkeiten: Die neue Moto2-Maschine büßte beim zweitägigen Test mit Simón und Cardus nur 0,3 sec auf de Bestzeit von Nakagami ein.

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