Cal Crutchlow: «Marc würde auch mit LCR-Honda siegen»

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Sachsenring: Cal Crutchlow mit Marc Márquez auf dem Podest

Sachsenring: Cal Crutchlow mit Marc Márquez auf dem Podest

Wie groß ist der Unterschied zwischen der Werks-Honda von Marc Márquez und der Maschine von Cal Crutchlow im Kundenteam LCR? «Wir sprechen dabei über sehr kleine Dinge», sagt der Brite.

Auf dem Sachsenring erklärte Cal Crutchlow nach dem Qualifying am Samstag, das er nur als 13. abgeschlossen hatte, dass seine Pace auf Platz 4 einzuordnen wäre. «Ich fühlte mich auf dem Sachsenring sehr gut, wie auch schon in Assen. In Assen war unsere Verbesserung gelungen, das ist sicher. Das habe ich mit zum Sachsenring-Wochenende gebracht. Ich qualifizierte mich einfach schrecklich schlecht. Aber auf gebrauchten Reifen... Da wir die anderen Jungs über das Wochenende hinweg beobachteten und sahen, welche Reifen sie einsetzen und wann sie das taten, konnten wir uns dann ausrechnen, dass ich der Viertschnellste bin. Deshalb habe ich auch diese Aussage getroffen. Am Ende war ich dann sogar der zweitschnellste Fahrer, also habe ich mich um zwei Plätze verbessert», grinste der Brite verschmitzt.

Nach den ersten neun Saisonrennen 2016 lobte der WM-14. die Unterstützung durch Honda. «Wir arbeiten sehr eng mit Honda zusammen. Ich flog nach Malaysia und testete dort die Michelin-Reifen sowie kleinere Dinge an der Elektronik. Wir wissen, dass sie uns genau zuhören. Es freut mich sehr, dass sie auf meine Kommentare hören, wie auf jene von Marc und Dani. Wir versuchen uns als Hersteller zu verbessern. Auch mein Team will sich steigern. Es ist nur eine Frage der Zeit, bevor wir ein paar Dinge einsetzen, welche die Werksfahrer schon haben.»

Wie groß ist der Unterschied zwischen den Maschinen des Werksteams und den Bikes, die Crutchlow im Kundenteam LCR einsetzt? «Es besteht zu ihnen überhaupt kein großer Unterschied. Wir sprechen über sehr kleine Dinge. Wenn Marc auf mein Bike steigen würde, dann würde er trotzdem gewinnen. Das ist klar. Ich denke, dass viele Leute in dieser Weltmeisterschaft glauben, dass sie einfach auf eine Werksmaschine steigen und dann schneller sind. Das ist aber nicht der Fall», betonte der 30-Jährige.

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