MotoGP: Faszination ungebrochen

Von Jörg Reichert
Bei der BBC freut man sich über gute Quoten

Bei der BBC freut man sich über gute Quoten

Der MotoGP mangelt es an Motorrädern und an Sponsoren. Trotzdem klopft sich Promoter Dorna auf die Schulter: Die Einschaltquoten stimmen.

Das aktuelle Teilnehmerfeld der MotoGP ist mit nur 17 Maschinen spärlich besetzt und selbst solide geführte Teams wie das von Lucio Cecchinello haben seit Jahren Schwierigkeiten bei der Sponsorensuche. Die Podiumsplätze sind bis auf wenige Ausnahmen von den Werkteams von Yamaha, Ducati und Honda abonniert.

Doch die weltweite Faszination der kompromisslosen Prototypen-Motorrädern ist noch immer ungebrochen. Zieht man Einschaltquoten als Entscheidungshilfe heran, bestünde für die spanische Vermarktungsorganisation Dorna kein Grund zum handeln. Alleine beim Donington-GP kann Cameo Ezpeleta auf einige Bestmarken verweisen.

Bei der BBC schauten in diesem Jahr 2,8 Mio-Zuschauer das MotoGP-Rennen an - ein Anstieg von 50%! Ein ähnliches Bild zeigt sich in Spanien: Mit einem Martanteil von 23% ist die Motorrad-WM noch vor dem Finaltag der Tour de France (gewonnen vom Spanier Alberto Contador) und dem Ungarn-GP der Formel 1 platziert.

Auch in Deutschland lockte das DSF 270.000 Zuschauer mehr vor das TV-Gerät als noch im letzten Jahr bei Eurosport. Angesichts der mit 410.000 vergleichsweise niedrigen Zahl an Zuseher eine beeindruckende Steigerung. «Bei der MotoGP-Zieldurchfahrt auf dem Sachsenring hatten wir sogar 1 Million Zuseher», berichtete Kommentator Edgar Mielke.

Trotzdem ruht sich die Dorna nicht auf diesen Zahlen aus und bastelt bereits an einem neuen, kostengünstigeren Reglement. Weil die Hersteller die Leasinggebühren für ein MotoGP-Bike nicht signifikant reduzieren, könnten zukünftig - analog zur Moto2 - seriennahe Motoren mit 1000ccm zugelassen werden.

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