Formel 1: Ein selten kurioser Unfall

Desaster: Suzuki World sperrt MX2-Team zu

Von Frank Quatember
Bei Suzuki steht ein Umbruch an – 2018 soll es kein MX2-Team mehr geben

Bei Suzuki steht ein Umbruch an – 2018 soll es kein MX2-Team mehr geben

Noch ist es nicht offiziell, doch hinter vorgehaltener Hand erhielt SPEEDWEEK.com eindeutige Aussagen: Das Suzuki World Team tritt ab 2018 nur noch in der MXGP-Klasse an. Die MX2-WM spielt zukünftig keine Rolle.

Das Aus für das MX2-Team kam für Teammitglieder völlig überraschend. Mehrere Personen aus dem Dunstkreis von Suzuki World sagten übereinstimmend, dass diese Entscheidung von 'ganz oben' getroffen wurde – möglicherweise sogar direkt aus Japan.

Teammanager Stefan Everts bemühte sich beim Assen-GP um Normalität. Rein äußerlich herrschte bei den Gelben normaler Rennbetrieb, doch hinter den Kulissen rumorte es gewaltig. Denn völlig unklar ist die Situation nach Saisonende der Fahrer Hunter Lawrence, Bas Vaessen und Zachary Pichon sowie deren Mechaniker. Für Lawrence soll es dem Vernehmen nach ein Angebot aus den USA vom Team Geico Honda geben, der Sprung über den großen Teich war aber eigentlich erst ab 2019 geplant.

Ohnehin klar war das Ende von Kevin Strijbos im Suzuki MXGP-Team. Der 32-jährige Belgier wechselt, erhielt aber ebenfalls einen Maulkorb und durfte sein neues Team noch nicht benennen. In der MXGP-Klasse 2018 ist bei Suzuki bisher nur mit Jeremy Seewer besetzt, der Einjahresvertrag von Arminas Jasikonis wurde noch nicht verlängert.

Warum das große Sterben der MX2-Factoryteams in vollem Gange ist, darüber wurde im Paddock von Assen heftig spekuliert.

Denn Suzuki ist nicht der einzige Hersteller, der rigoros sein MX2-Engagement kürzt. Kawasaki wird ebenfalls kein MX2-Team mehr betreiben, dasselbe kann bei Honda passieren. Honda wird in einem Meeting Ende der Woche entscheiden, ob es 2018 ein MX2-Werksteam geben wird oder nicht.

Die Tatsache, dass kommendes Jahr 14 Fahrer aus der 250er EM in die MX2-Klasse aufsteigen müssen, sollen oder möchten, trägt ebenfalls nicht gerade zur Entspannung der prekären Situation bei.

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