Pauls Jonass: Blutüberströmt in die Herzen der Fans

Von Marian Groß
Pauls Jonass fuhr in den Farben der lettischen Nationalflagge

Pauls Jonass fuhr in den Farben der lettischen Nationalflagge

Husqvarna-Werkspilot Pauls Jonass sorgte in Lettland beim MXGP-Heimrennen mit klaffender Wunde und Führungsrunden für Gänsehautstimmung auf den Tribünen.

An Heimrennen können Fahrer sowohl zerbrechen, als auch erstarken. Bei ##Pauls Jonass## ist der zweite Fall eingetreten. Der Husqvarna Pilot aus dem Team von Formel1-Star Kimi Räikkönen sorgte schon beim Qualifikationsrennen für Gänsehautstimmung. Als er dann noch auf Platz eins liegend an der lettischen Fanwand vorbeifuhr, kochte es am Hang.

«Ich hatte zwar schon in der MX2-Klasse geführt, also wusste ich wie es sich in etwa anfühlt, aber in der MXGP ist es noch mal eine ganz andere Geschichte! Das waren meine ersten Runden als Führender und es war wirklich großartig! Es war für mich auch etwas ganz besonderes als ich die schnellste Runde des Rennens gefahren bin!», strahlte der 22-jährige im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.

Auch wenn der Sonntag nicht so gut laufen sollte wie der Samstag, so fuhr sich Jonass in die Herzen der MX-Fans. Diese ließen im Gegenzug nicht nach und zollten dem jungen Letten mit voller Unterstützung dafür Respekt.

«Das erste Rennen war sehr schwer. Sturz in der ersten Runde, Sturz in der dritten Runde und dann hatte ich noch einen Highsider und schlug mit dem Kopf auf dem Lenker auf. Dabei Schnitt ich mich an der Augenbraue und es blutete wie verrückt. Ich musste dann meine Brille abnehmen. Nach dem Rennen mussten sie ein paar Stiche machen. Zum Glück konnte ich ein gutes zweites Rennen fahren, in dem ich als Sechster ins Ziel kam. Der Start war zwar nicht so toll, aber mein Fahren war ziemlich gut», schilderte Jonass erschöpft, aber gut gelaunt.

Aufgrund des schweren ersten Rennens wurde der sympathische Lette nur auf dem 17. Rang geführt. In Addition mit seinem starken sechsten Rang aus dem zweiten Lauf wurde er in der GP-Gesamtwertung mit 19 Punkten Zwölfter.

Im letzten Jahr hatte Jonass eine extrem knifflige Entscheidung zu treffen. Er war stets im Kampf um seinen zweiten Weltmeistertitel mit seinem Teamkollegen Jorge Prado. Die Regel besagt, dass ein Fahrer seinen Weltmeistertitel in der MX2-Klasse nur einmal verteidigen darf und dann in die MXGP-Klasse aufsteigen muss, auch wenn er jünger als das Maximalalter von 23 ist. Nun war der Zweikampf der beiden so eng, dass sich erst im letzten Viertel der Saison entschied, dass Prado Weltmeister wird. Wäre Jonass Weltmeister geworden, dann hätte er so spät kein gutes Team mehr gefunden. Also traf er die sehr kluge Entscheidung definitiv mit 22 Jahren in die MXGP-Klasse aufzusteigen und sein Vertrag in der Saison mit Husqvarna fix zu machen.

Im Allgemeinen ist Jonass mit seiner Leistung und der Entscheidung, aufgestiegen zu sein, zufrieden: «Ich bin jetzt vielleicht nicht megabegeistert, denn ich hatte ein paar gute Rennen und ein paar schlechte Rennen mit Höhen und Tiefen, aber das haben wir erwartet. Hier können fast 15 Leute eine Lauf gewinnen, es ist eine volle Klasse und es ist wirklich hart. Ich hatte auch keine gute Offseason, weil ich ein gerissenes Kreuzband hatte. Ich konnte vor dem ersten GP nur einen Monat auf dem Bike verbringen.», entgegnete er gelassen.


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