Trentino-GP: Die Stimmen der Top-Ten-Fahrer

Von Matthias Dubach
Motocross-WM MXGP
Clément Desalle flog am Podest vorbei

Clément Desalle flog am Podest vorbei

Die Kollision zwischen Desalle und Searle, die müden Arme von Strijbos, die Verletzung von van Horebeek, das Highlight von Boog, die Leiden von Barragan: Das sagten die Top-Ten-Fahrer der MX1-Klasse.

Über die Podestfahrer des Trentino-GP, Antonio Cairoli, Ken de Dycker und Gautier Paulin, hat SPEEDWEEK.com bereits berichtet. Auch die Leistung von Max Nagl wurde bereits gewürdigt. Lesen Sie hier, was die weiteren Top-Ten-Piloten nach dem vierten MX1-Grand-Prix des Jahres zu sagen hatten.

Clement Desalle (B), Suzuki, GP-Rang 4:

«Der erste Lauf war nicht schlecht, aber ich war trotzdem enttäuscht. Denn ich steckte zu lange hinter Gautier Paulin fest und konnte ihn nicht überholen. Den besseren Start hatte ich im zweiten Rennen, ich war Dritter in der ersten Kurve. Aber im zweiten Eck habe ich Searle touchiert, es war, als ob unsere Motorräder aneinander festgeklebt worden wären. Ich weiss nicht, was passiert ist. Ich bin als Letzter weitergefahren, auf der zweiten Runde bin ich erneut gestürzt. Ich bin noch Achter geworden, aber es war ein mieser Tag. Meine Arbeit hat sich in keinster Weise ausbezahlt.»

Kevin Strijbos (B), Suzuki, GP-Rang 5:

«Im ersten Rennen hatte ich kein gutes Gefühl gehabt. Ich war hinter Leok und bin festgesteckt für eine Weile. Als ihn überholt hatte, gab es bereits eine grosse Lücke zu den anderen. Sechster war nicht so schlecht, aber ich war nicht glücklich, denn ich hatte mich nicht in Topform gefühlt und hatte müde Arme. Ich war besorgt wegen des zweiten Laufs, denn ich war mir nicht sicher, wie es mir ergehen würde. Mein Start war gut aber danach mich jemand – ich denke, es war Simpson – von der Innenseite den ganzen Weg an die Aussenseite gedrückt. Es fühlte sich an, als ob ich fast Letzter war! Das Tempo war danach gut, ich bin zusammen mit Paulin vorgerückt. Immer, wenn er überholt hat, konnte ich ebenfalls überholen. Nach dem Rennen war ich zuversichtlicher als beim ersten Lauf, ich hoffe, beim nächsten GP habe ich dieses Gefühl von Anfang an. Ich denke, ich kann bald das Podest ins Auge fassen.»

Tommy Searle (GB), Kawasaki, GP-Rang 6:

«Ich bin zufrieden mit meinem Wochenende. Wir konnten damit weitermachen, unsere Resultate zu verbessern, darüber bin ich glücklich. Wir haben eine gute Abstimmung für das Motorrad gefunden und ich konnte zweimal grossartig starten. Im ersten Rennen lag ich lange Zeit an zweiter Stelle, aber dann bin ich etwas müde geworden und auf die fünfte Position zurückgefallen. Im zweiten Lauf hatte ich erneut einen guten Start, aber in der zweiten Kurve wurde ich von Desalle getroffen, wir stürzten beide. Ich weiss nicht, warum er probiert hat, so schnell in dieser Kurve zu fahren, das war sein Fehler. Danach bin ich bis auf Rang 6 nach vorne gekommen, das war wahrscheinlich mein bisher bestes Rennen auf einer 450er. Ich denke, dass ich bald fähig sein werde, auf das Podest zu fahren.»

Xavier Boog (F), KTM, GP-Rang 8:

«Der harte Boden passte mir besser als der Sand, deshalb verlief dieses Wochenende viel besser als Valkenswaard. Im zweiten Lauf hätte ich ein wenig mehr Tempo gebraucht, um noch mehr Fahrer hinter mir zu halten. Aber ich bin mit dem GP zufrieden und bereit, die nächsten Schritte in Richtung Spitze zu machen.»

Jeremy van Horebeek (B), Kawasaki, GP-Rang 9:

«Am Samstag während des Qualifikations-Trainings hatte ich einen Fehler gemacht und bin gestürzt. Es war kein heftiger, aber am Sonntagmorgen konnte ich meine Schulter nicht bewegen. Ich habe im Warm-up nur drei Runden gedreht und dann den Arzt aufgesucht. Er erklärte mir, dass nichts gebrochen sei, die Schmerzen kamen von den Bändern. Für das Rennen habe ich ein paar Pillen genommen. Es war schmerzhaft, aber ich konnte zwei Top-Ten-Resultate erzielen, das war mein bestes MX1-Resultat bisher. Ich bin nicht so gefahren wie gewohnt, aber es war wichtig, zweimal in die Punkte zu fahren. Ich hoffe, meine Schulter ist nächste Woche wieder in Ordnung.»

Jonathan Barragan (E), KTM, GP-Rang 10:

«Ich war mit meinem ersten Rennen nicht zufrieden. Aber im zweiten hatte ich einen guten Start, so war es viel einfacher, in der Nähe der Spitze zu fahren. Mein Tempo war gut in der ersten Rennhälfte, in der zweiten hatte ich nicht mehr so gute Linien gefunden und habe ein wenig Geschwindigkeit eingebüsst, das hat mich ein paar Plätze gekostet. Aber ich bin glücklich mit den Resultaten, speziell weil ich in die Top-Ten zurückkehren konnte.»

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