MXoN: Team USA ist offiziell und will Revanche!

Von Thoralf Abgarjan
Motocross der Nationen
Ryan Dungey (KTM), Eli Tomac (Honda) und Jeremy Martin (Yamaha) werden die USA beim Nationencross in Kegums vertreten. Die Aufstellung wurde in Unadilla offizziell. Team USA ist nach 2 verpatzten Jahren in der Defensive!

Am Rande des Unadilla-Nationals wurde das Team der USA offiziell vorgestellt:

Ryan Dungey, Eli Tomac und Jeremy Martin lautet die Aufstellung.

Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Ryan Villopoto und Justin Barcia ist diese Teamaufstellung für das Jahr 2014 keine besonders große Überraschung.

Alle zuvor gestreuten Gerüchte einer angeblichen Nicht-Teilnahme der USA am Nationencross sind somit «ad absurdum» geführt.

Teamchef Roger DeCoster erklärt: «Manche Leute hier haben Befürchtungen wegen der Situation in der Ukraine. Aber das lettische Kegums liegt weit genug vom Krisengebiet entfernt. Das stellt keine Gefährdung dar. Nachdem wir die letzten beiden Rennen verloren haben, ist es besonders wichtig für uns, in Kegums anzutreten.»

Ryan Dungey (KTM) startet in der MXGP-Klasse, Jeremy Martin (Yamaha) wird in der MX2-Klasse erstmals gegen die WM-Elite antreten und Eli Tomac (Honda) wird in der Open-Klasse am Start stehen.

Für Ryan Dungey ist es bereits die sechste Teilnahme an einem Nationencross. Der KTM-Star ist zweifacher Meister der US-Nationals und momentan auf dem Wege, seinen dritten US-Nationals-Titel zu holen. «Schon als kleiner Junge habe ich davon geträumt, beim Nationencross für die USA zu starten», meinte Dungey. Seinen für den 27.9. geplanten Hochzeitstermin hat er deshalb kurzerhand auch verschoben.

Eli Tomac hat beim letzten Nationencross in Deutschland die beste Leistung abgeliefert und hat nach einem Horrorcrash an der Kuppe des Steilhangs zusammen mit Ken Roczen mit der unterlegenen 250er Maschine die gesamte WM-Elite deklassiert. Ob er sein exzellentes Potenzial auch im Sand von Kegums ausspielen kann, ist ungewiss. «Wir wollen Revanche und den Titel holen», erklärte Tomac.

Für Jeremy Martin ist es das erste Nationen-Championat: «Ich freue mich riesig und bin schon ganz gespannt, wie es dort zugehen wird», meinte der Yamaha-Star.

Die US-Fahrer hadern mit dem Sand. In den USA gibt es kaum Vergleichbares. Die Strecke in Milleville ist ansatzweise ähnlich. Ihre Probleme waren beim MXoN in Lommel 2012 zu beobachten, als das deutsche Team mit Ken Roczen, Max Nagl und Marcus Schiffer erstmals die begehrte Chamberlain-Trophy holte.

Seit zwei Jahren haben die USA nun nicht mehr gewonnen. Das ist ein gewaltiger Prestigeverlust, nachdem die Amerikaner von1981 bis 1993 in Folge, weiterhin 1996, 2000 und von 2005 bis 2011 alle Nationentrophäen gewonnen haben.

Allerdings haben die Amerikaner die letzten beiden Rennen auch etwas auf die «leichte Schulter» genommen: Das Team reiste erst wenige Tage vor dem Rennen an. Dungey und co. litten unter «Jetlag» und enttäuschten.

US-Teamchef Roger DeCoster muss die Vorbereitungen für dieses Jahr verbessern, um die Amerikaner auch im Sand konkurrenzfähig werden zu lassen.

Gegen Antonio Cairoli und Jeffrey Herlings im Sand zu bestehen, ist eine große Herausforderung - besonders aber für die Amerikaner.

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