Bimota-Fahrerpaarung für 2027: Bleiben Alex Lowes und Axel Bassani?
Bimota-Teammanager Guim Roda sprach mit SPEEDWEEK.com über die Zukunft seiner Mannschaft und erklärte, was er an seinen aktuellen Fahrern besonders schätzt.
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Bei Bimota zeigt die Formkurve in der zweiten Saison des Projekts nach oben. Nach drei Rennwochenenden der Superbike-WM 2026 liegen Alex Lowes und Axel Bassani auf den Plätzen 5 und 6 der Fahrerwertung, in der Herstellerwertung ist Bimota hinter Ducati Zweiter. Für Teammanager Guim Roda ein klares Signal – auch mit Blick auf die Zukunft.
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Lowes fährt bereits seit 2020 für das von Kawasaki unterstützte Provec-Team, Bassani stieß 2024 dazu. Beide haben maßgeblichen Anteil am Aufschwung im zweiten Jahr mit der KB998R. Entsprechend zufrieden zeigt sich Roda mit seinen Piloten: «Sie haben in der laufenden Saison bisher sehr gut performt. Man sieht, dass sie von Beginn einer Session an meist in den Top-Positionen sind. Sie erreichen ihr maximales Tempo sehr schnell, was uns erlaubt, früh mit der eigentlichen Arbeit zu beginnen.» Gerade im engen Zeitplan eines Rennwochenendes sei das ein entscheidender Vorteil: «Wir haben nur zwei Sessions, dann folgen Superpole und Rennen. Deshalb ist es wichtig, schnell auf Speed zu kommen. Trotzdem haben wir mit beiden Fahrern noch Spielraum, um uns weiter zu verbessern – schneller zu werden und schneller das beste Setup für das Rennen zu verstehen.»
Evolution der Bimota KB998: Der Lernprozess ist noch nicht abgeschlossen Dass dieser Prozess noch nicht abgeschlossen ist, liegt auch am Projekt selbst. 2026 ist erst das zweite Jahr der KB998R, die unter enormem Zeitdruck entwickelt wurde: «Wir sind noch immer im zweiten Jahr der Evolution. Im vergangenen Jahr war jede Strecke neu für uns, wir mussten erst verstehen, wie das Bike überall reagiert. Dieses Jahr machen wir viele kleine Schritte, die wir noch zusammenführen müssen.»
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Roda verweist auf den untypischen Entwicklungsprozess: «Normalerweise ist ein solches Projekt auf vier Jahre ausgelegt. Oft testen Hersteller ein Jahr lang privat, um das Bike zu verstehen. Wir hatten nur die Idee – und fünf Monate später stand das Motorrad auf der Strecke. Wir mussten die Entwicklung während des Rennbetriebs beschleunigen.»
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Vor diesem Hintergrund sieht der Spanier auch seine Fahrer weiterhin in einer Lernphase: «Auch die Fahrer entdecken von Rennen zu Rennen neue Lösungen und Richtungen, um das Maximum aus dem Bike herauszuholen.»
Bimota mit Fahrerbekanntgabe in Misano? Parallel dazu laufen bereits die Gespräche über die Zukunft: Die Verträge beider Piloten laufen Ende 2026 aus. Eine Trennung steht jedoch nicht zur Debatte. «Ja, wir sprechen aktuell mit beiden über eine Verlängerung», bestätigte Roda – und macht die Marschrichtung unmissverständlich klar: «Ja», sagte er auf die Frage, ob beide Fahrer bleiben sollen. Einen konkreten Zeitpunkt für eine Entscheidung gibt es allerdings noch nicht: «Der normale Prozess ist, dass Kawasaki im März das Geschäftsjahr beendet und im April das neue beginnt. Üblicherweise versuchen wir im März, April und Mai, alle Details zu klären.» Die Zeichen stehen also auf Kontinuität statt Neuanfang. Im vergangenen Jahr verkündete Bimota die Pläne für die kommende Saison beim Heimspiel in Misano. Es ist gut vorstellbar, dass diese Vorgehensweise auch in diesem Jahr wiederholt wird.
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