Motocross-WM MXGP
Tim Gajser (Yamaha): Motocross-Training bei Andrea Dovizioso
Tim Gajser holte im Trentino seinen ersten MXGP-Laufsieg seit seinem Wechsel von Honda zu Yamaha, obwohl er nach seinem heftigen Abflug in Riola Sardo unter starken Schmerzen antrat.
Der Sieg von Tim Gajser im
In Pietramurata trat Tim Gajser mit einem speziellen Design an, das an den Stil von Valentino Rossis früheren Moto-GP-Bikes angelehnt war. Die schwarzen Ziffern seiner Startnummer 243 waren knallig gelb umrandet und die Farben Blau und Gelb ergaben einen zusätzlichen Kontrast zu den schwarzen Designelementen seiner Yamaha.
«Es fühlt sich einfach großartig an», erklärte der Slowene, der vor einer Woche in Riola Sardo heftig abgeflogen war und noch unter den Nachwirkungen des Crashs litt. «Heute hatte ich am wenigsten damit gerechnet», erklärte er. «Die Fans an der Strecke waren einfach großartig. Sie haben mich in jeder Runde unterstützt, besonders im zweiten Lauf. Nachdem ich in Führung ging, drängte Jeffrey von hinten und ich musste wirklich aufpassen, dass er mich nicht abfängt. Ich bin super glücklich und dankbar für dieses Ergebnis und danke dem Team und allen Beteiligten. Es ist mein erster Laufsieg auf der Yamaha.»
«Ich bin unter starken Schmerzen gefahren», erinnert sich Gajser. «Ich konnte in der vergangenen Woche nicht trainieren. Zu Beginn des Wochenendes wusste ich, dass es hier sehr schwierig werden würde, aber die Physios haben einen großartigen Job gemacht. Sie haben mich zweimal täglich behandelt und versucht, mich wieder fit zu bekommen. Ich habe nicht aufgegeben und bin wirklich froh, heute das Podium erreicht zu haben.»
«Die Schmerzen wurden von Runde zu Runde größer. Im
In dieser Position gebe ich einfach alles, auch wenn mich die Schmerzen peinigen.Tim Gajser
Im zweiten Lauf befand sich Tim in Schlagdistanz zum führenden Lucas Coenen. Bestand seine Strategie darin, Lucas in einen Fehler zu treiben? «Ja, genau. Es war nicht einfach, auf dieser Strecke zu überholen, weil unsere Pace fast gleich war. Man konnte ein Überholmanöver nicht wirklich vorbereiten. Ich kam zwar näher an ihn heran und konnte Druck ausüben, aber zum Überholen reichte es nicht. Aber er musste darauf reagieren und beging dann diesen Fehler. Als ich in Führung lag, gab ich alles, um diesen Sieg über die Ziellinie zu bringen.»
Die GP-Piloten haben jetzt eine vierwöchige Pause. Nach seinem Trainingsprogramm gefragt, erklärte Gajser: «Wir arbeiten viel und testen weiterhin noch viel. Ich würde sagen, dass ich mich bei jedem Rennen besser fühle. Aber es gibt noch einige Punkte, an denen wir arbeiten müssen und wo wir uns verbessern können. Ich denke, dass diese vierwöchige Pause gut für uns ist, weil wir jetzt unsere Testarbeit fortsetzen können. In der Pause würde ich gerne mindestens eine, wenn nicht sogar zwei italienische Meisterschaftsrunden bestreiten. Ich versuche auf jeden Fall, meinen Rennrhythmus so gut wie möglich aufrechtzuerhalten. Vier Wochen sind eine lange Pause. Es ist so etwas wie eine Saisonpause in der Saison. Wir müssen das Trainingsprogramm aber auch gut abstimmen, um auch nicht überzutrainieren.»
In der WM rangiert Tim Gajser nach 5 von 19 WM-Läufen auf Rang 4 hinter Lucas Coenen, Jeffrey Herlings und Tom Vialle. Sein Rückstand beträgt zurzeit 33 Punkte. Damit ist für Tim Gajser in der Saison 2026 weiterhin alles möglich.
Lucas Coenen (B), KTM, 231
Jeffrey Herlings (NL), Honda, 227, (-4)
Tom Vialle (F), Honda, 206, (-25)
Tim Gajser (SLO), Yamaha, 198, (-33)
Romain Febvre (F), Kawasaki, 191, (-40)
Maxime Renaux (F), Yamaha, 178, (-53)
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