Die Zukunft der MX-WM: Weichenstellung im Juni

Von Adam Wheeler
Motocross-WM
Die MX2-Klasse startet in Thailand zum ersten Rennen

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Teil 3 unserer fünfteiligen Serie: SPEEDWEEK.com hat mit den wichtigsten Herstellern über die Gespräche zwischen FIM, Youthstream, Marken und Teams gesprochen.

Die kommenden Grands Prix in Brasilien und Mexiko am 19. respektive am 26. Mai geben nochmals zweimal Gelegenheit, das Superfinale für die Überseerennen zu sehen, bevor in der dritten Juni-Woche die Meinungen, Gedanken und Ideen vom Weltverband FIM, GP-Promoter Youthstream, der Hersteller und Teams zusammengetragen werden. Dann wird entschieden, welche Richtung die Motocross-WM ab 2014 einschlagen soll. In den Wochen bis dahin gibt es bei den Motorradherstellern viel zu bereden, möglicherweise durch ein Treffen der Herstellervereinigung MSMA eine gemeinsame Stimme geschaffen.

«Derzeit ist es wirklich noch zu früh, Entscheidungen zu treffen», versichert Rockstar-Suzuki-Teambesitzer Sylvain Geboers, «es gibt zwei weitere Überseerennen. Wir dürfen nicht vorgreifen, um zu verhandeln und zu entscheiden, wie ein Programm, hinter dem alle stehen, aussehen könnte.»

KTM-Sportchef Pit Beirer meint: «Wir bevorzugen ein einstündiges Programm, wir denken, vier Stunden sind selbst für die Hardcore-Fans zuviel. Es ist einfach wichtig, dass wir einen offenen Dialog zwischen den Teams, Herstellern, Youthstream und der FIM pflegen. Wir sitzen alle im selben Boot, wir müssen die beste Lösung für den Sport finden, speziell für die Fahrer. Die Fahrer nehmen die Risiken auf sich und sind für die Show zuständig, deshalb müssen wir zuhören, was sie zu sagen haben.»

«Internet alleine reicht nicht»

Laurens Klein Koerkamp (Yamaha Motor Europe) will die verbleibende Zeit ebenfalls für Gespräche nutzen: «Auf jeden Fall müssen die beiden Klassen in der WM erhalten bleiben. Wir müssen die Balance zwischen MX1 und MX2 finden und Dinge analysieren, das wird im Juni geschehen. Wir haben bisher viele Kommentare zum Superfinale-Format gehört, es gibt dabei Dinge, die ein bisschen verbessert werden müssen. Aber grundsätzlich stehen wir hinter dieser Idee, wir sollten daraus lernen (Anm.: ein Finale fürs Fernsehen zu haben). Es gibt immer geeignete Kanäle wie das Internet, wo mehr gezeigt werden kann, für diese Plattform braucht man nichts zu ändern (Anm.: MX-live.tv). Aber das Format muss kompakter werden und auf mehr Kanälen publiziert werden, um ein grösseres Publikum zu erreichen. Ob das weiterhin MX1 und MX2 gemeinsam sein soll oder ob der Fokus auf MX1 gerichtet wird, das werden wir im Juni besprechen.»

Rennsportmanager Steve Guttridge stellt die Kawasaki-Sicht dar. «Ich denke, dass wir mit der Zeit gehen sollten. Wir müssen erkennen,was mit der Wirtschaft auf der ganzen Welt passiert und uns bewusst sein, warum wir hier dabei sind. Grundsätzlich sind wir hier, um den Sport auf dem höchsten Niveau zu promoten. Das bedeutet, wir wollen so viel Publikum erreichen wie nur möglich. Die Übersee-Runden werden nun genutzt, um die Superfinale-Idee zurecht zu zupfen und zu sehen, wie es funktioniert. Aber es ist ein Format, womit man die Globalisierung fortsetzen kann, darum geht es ja bei einer Weltmeisterschaft. Die besten Fahrer stehen alle gemeinsam am Startgatter.»

Guttridge fährt fort: «Wir müssen darauf achten, wie wir beide Klassen gut darstellen können und nicht die MX2 zerstört wird. Aber ich denke, die grundsätzliche Logik hinter der Idee ist gut. Die Entscheidungen über die Zukunft werden fallen. Wir werden uns die neue Form der Serie anschauen und entscheiden, in welcher Form wir dabei sein werden. Wir dürfen dabei aber nicht die Bedeuting der Europameisterschaft vergessen, denn dort werden neue Fahrer und Teams ‹produziert›.»

Teil 4 der grossen Story über die Motocross-WM ab 2014: «Es braucht die Veränderung» – bald auf SPEEDWEEK.com!

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