Rennfahrer und Instruktor

Kolumne von Jan Seyffarth
Porsche Carrera Cup Deutschland
Am Wochenende geht es weiter für Jan Seyffarth im Supercup

Am Wochenende geht es weiter für Jan Seyffarth im Supercup

Jan Seyffarths Hauptberuf ist zwar Rennfahrer, aber manchmal weiht er andere Piloten auch gerne in die Geheimnisse des Rennfahrens ein.

Hallo Motorsportfreunde,

vor einigen Wochen habe ich die Perspektive gewechselt und mir als Zuschauer ein Autorennen angeschaut. Dafür ausgesucht habe ich mir das FIA-GT-Rennen und den Lauf meiner Kollegen in der FIA-GT3-Eurpopameisterschaft in Oschersleben. Es war irgendwie komisch, nicht selbst im Auto zu sitzen, ich fand es aber trotzdem sehr interessant. Die Rennen waren spannend, allein schon wegen des Wetters: mal regnete es, dann war es wieder trocken. Wichtig für mich war auch, mich dort einfach mal sehen zu lassen. Ich habe keine Gespräche über meine Zukunft geführt und hatte keine Meetings mit eventuellen zukünftigen Teams, sondern ich habe mich dort einfach nur gezeigt und bin meinem Hobby - dem Motorsport - nachgegangen.
 
Ein anderer interessanter Aspekt war, dass ich mehr Freizeit für meine Freunde hatte, die mit mir in Oschersleben waren. Ich konnte ihnen auch erklären, warum ich sonst nur wenig Zeit habe und was ein Rennfahrer an einem Rennwochenende alles tun muss.

Wenige Tage später war ich schon wieder in Oschersleben. Alle dachten, ich würde dort testen gehen, aber das stimmte nicht. Ich war stattdessen als Instruktor unterwegs. Ein Amateur-Fahrer aus dem Porsche Super Sports Cup hat mich um Hilfe gebeten und ich habe natürlich nicht „Nein“ gesagt. Mir macht es Spaß, meine Erfahrungen weiterzugeben. Es ist ein schönes Gefühl, wenn sich die Kandidaten Stück für Stück steigern und ich die Verbesserungen hautnah mitbekommen kann.

Mein Kandidat von Oschersleben bereitete sich auf seinen ersten Einsatz in einem Cup-Porsche vor und absolvierte seinen ersten Test in diesem Auto. Er hat an diesem Tag wirklich große Fortschritte gemacht, ich war begeistert. Im Laufe des Tages hat er fünf Sekunden gefunden und er wird in seinem ersten Rennen nicht hinterherfahren, wenn er das Gelernte auch umsetzen kann.

Meine Aufgabe als Instruktor besteht im Großen und Ganzen darin, nach seiner Linie zu schauen sowie die Bremspunkte und Einlenkpunkte zu analysieren. Dafür setze ich mich neben ihn ins Auto, während er fährt – ein Erlebnis, das auch für mich als Rennfahrer nicht alltäglich ist. Ich habe zuvor noch nie als Beifahrer in einem Rennauto gesessen. Ich sage Euch, das sieht ganz schön schnell aus, wenn man nur daneben sitzt. Als Fahrer wirkt das alles viel langsamer.

Ich konnte mich auch total in die Aufgabe reinsteigern, habe mich über jede schnellere Runde gefreut. Wir hatten zum Schluss noch einmal alles besprochen und ich wollte unbedingt noch sehen, ob es Früchte trägt. Deshalb habe ich noch einen weiteren Stint abgewartet, um die Rundenzeiten zu sehen.
Wenn sich meine Schützlinge steigern können, dann freue ich mich nicht nur für sie, sondern es spricht auch dafür, dass ich die Sachverhalte ordentlich und verständlich erklären kann.

Nun mache ich mich auf den Weg nach Belgien – Porsche Supercup steht auf meinem Programm.

Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Viele Grüsse,

Euer Jan
 
 
Nach der Zeit im Kart begann Jan Seyffarth seine Automobilkarriere in der Formel König. Er stieg in die Formel 3 auf, bevor er 2005 ins Porsche Junior-Team berufen wurde. 2009 fährt der 23-jährige Automobilkaufmann im Porsche Carrera Cup, für Abt-Sportsline im ADAC GT Masters sowie sporadisch im Supercup. 

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