Tina Wiegand - vom Rallye-Virus infiziert

Von Toni Hoffmann
Rallye
Stefanie Troppmann (li.) und Tina Wiegand

Stefanie Troppmann (li.) und Tina Wiegand

Tina Wiegand startet bei der AvD-Sachsen-Rallye im Citroen DS3, Sepp Wiegand pilotiert Infomobil.

Die 27-jährige Tina Wiegand aus Zwönitz startet vom 2. bis 4. Mai bei der AvD-Sachsen-Rallye, dem Auftaktlauf zur Deutschen Rallye Serie 2013. Nach dem Training am 2. Mai darf sich die Nachwuchspilotin und Schwester von Sepp Wiegand an zwei Rallyetagen gegen Ihre Konkurrenz beweisen. Nach 3 Läufen liegt sie in der Citroen DS3 R1 Trophy auf einem guten siebten Geamtrang. Sepp Wiegand ergänzt den sportlichen Auftritt der Familie und steuert das Infomobil.

Tina, wie bist du überhaupt zum Rallye Sport gekommen?

Tina Wiegand (TW): «Durch meinen Vater, der auch heute noch aktiv ist, bin ich quasi von klein auf mit dem Rallye-Virus infiziert worden. Schon früh stand für mich fest, dass ich irgendwann selbst fahren will. Darum habe ich lange und intensiv auf meinen Traum hingearbeitet und konnte mir 2010 mein erstes eigenes Rallye-Auto kaufen. Seit dem bin ich mit Spaß und Ehrgeiz bei der Sache und gebe mein Bestes um mich weiter zu entwickeln und zu verbessern.»

Was reizt dich besonders als Frau an dieser Sportart?

TW: «Motorsport und vor allem Rallye-Sport ist in den Köpfen der meisten Leute eine Männerdomäne. Ich möchte zeigen, dass das unbegründet ist und dass auch Frauen durchaus das Zeug dazu haben, ein Fahrzeug sicher und vor allem schnell durch anspruchsvolles Gelände zu bewegen.»

Das besondere bei dir ist, dass du selbst mithilfst, das Auto vorzubereiten. Woher kommt das technische Geschick dazu?

TW: «Ich habe mir das im Laufe der Zeit selbst angeeignet bzw. von meinen Jungs vom „Werk10“ gelernt. Die Vorbereitung des Fahrzeuges gehört genauso zum Rallye-Sport wie das Training und die Rallye an sich. Das gehört alles zu meinem Hobby. Ich freue mich nach der Arbeit auf unsere Werkstatt. Da bin ich einfach glücklich und ausgeglichen.»

Warum hast du dich in diesem Jahr für die Citroen DS3 R1 Trophy entschieden?

TW; «Das hat ganz verschiedene Gründe: Es ist für mich reizvoll, mich in identischen Autos mit anderen Fahrer unter den gleichen technischen Voraussetzungen zu messen. Die Citroen DS3 Trophy hat sehr interessante Veranstaltungen in ihrem Kalender. Auch der Austausch mit den anderen Teilnehmern innerhalb eines Cups und die Unterstützung durch die „ProDrivers“ haben bei meiner Entscheidung eine Rolle gespielt.»

Worauf freust du dich bei der AvD-Sachsen-Rallye besonders?

TW: «Die AvD-Sachsen-Rallye ist neben der Rallye Deutschland mein persönliches Highlight im Rennkalender. Sie ist meine Heim-Veranstaltung und gibt mir die Möglichkeit, unser Projekt den Partnern und natürlich den Fans aus unserer Region hautnah zu präsentieren. Besonders der Rundkurs rund um die Glück-Auf-Brücke ist dazu ideal und bietet den Zuschauern spannenden Rallyesport Auch die anderen Wertungsprüfungen der Sachsen-Rallye gefallen mir mit ihren abwechslungsreichen und schnellen Passagen sehr gut.»

Was kannst du den Zuschauern empfehlen?

TW: «Besonders empfehlenswert ist der Rundkurs rund um die Glück-Auf-Brücke am Freitagabend. Dort sehen die Zuschauer das Feld gleich zweimal hintereinander und bekommen zudem ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten. Daneben lohnt sich auch ein Besuch im Servicepark, mitten in der Zwickauer Innenstadt: Teams und Fahrzeuge sind ganz aus der Nähe zu sehen. Da bleibt sicherlich auch etwas Zeit für das ein oder andere Gespräch mit den Fahrern.»

Sepp, wie kommt es dazu, dass du hier das Infomobil fährst?

Sepp Wiegand (SW): «Anfangs war angedacht, dass wir mit unserem Skoda Fabia S2000 von Skoda Auto Deutschland in Wertung an den Start gehen. Leider kam das nicht zustande. Deshalb habe ich mich sehr bemüht, dennoch an dieser Rallye teilzunehmen. Natürlich war ich in erster Linie auf der Suche nach einem passenden Rallyeauto, leider hatten wir dabei nur mäßigen Erfolg. Ich möchte mich aber dennoch an der Rallye beteiligen und bei meinen Fans sein. Daher habe ich das Angebot, das Infomobil zu fahren, angenommen.»

Welches Gefühl ist das, deine Schwester beim Fahren zu sehen?

SW: «Es ist ein recht vertrautes Gefühl. Ich weiß noch, als Tina das erste Mal Rallye gefahren ist. Das war lange bevor meine Rallyekarriere begann. Von Klein auf begleitete ich meine Familie - speziell meinen Vater - bei Rallyes. Daher bin ich es gewohnt auch einmal zuzuschauen.»

Was gefällt dir besonders gut an der AvD-Sachsen-Rallye?

SW: «Ich bin die AvD–Sachsen-Rallye bisher nur einmal gefahren. Das war 2011 im Suzuki Swift. Diese Rallye ist teilweise sehr schnell und daher sehr anspruchsvoll. Es ist eine meiner Heimrallyes. Deswegen empfinde ich immer etwas Besonderes, wenn ich vor den einheimischen Rallyefans fahren kann. Ich habe hier sehr viele Freunde, Bekannte und Fans. Somit war es mich klar, dass ich bei dieser Rallye dabei bin.»

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