Speiser: Podestplatz bei der DM bleibt Vision

Von Susi Weber
Sandbahn
Speiser (links) kam gegen Katt (4) nicht an

Speiser (links) kam gegen Katt (4) nicht an

Mit einem sechsten Platz kehrte Richard Speiser von der Langbahn-DM in Herxheim zurück. In der Weltmeisterschaft will er seinen zweiten Gesamtrang am kommenden Samstag festigen.

So ganz will die Deutsche Meisterschaft nicht zu Richard Speisers Parkett werden. 2007 startete der damalige Bahnpokal-Sieger und noch national fahrende Pilot mit einem achten Platz verheissungsvoll in die Deutsche Meisterschaft. 2008 und 2009 folgten zwei vierte Plätze, 2010 Rang 5.

«Ich will in diesem Jahr endlich aufs Podest», lautete die Ansage für die Deutsche Meisterschaft 2011 am vergangenen Wochenende im Herxheimer Waldstadion. Das wollten neben Speiser allerdings auch noch andere. Der Börwanger begann seine fünfte Deutsche Meisterschaft mit einem zweiten Platz hinter Titelverteidiger Stephan Katt. Es folgten ein dritter Rang hinter Martin Smolinski und Herbert Rudolph und erneut ein zweiter Platz hinter Katt. Mit elf Vorlaufpunkten rangierte Speiser vor den Halbfinals auf Rang 5 – und besass noch alle Möglichkeiten, um die persönliche Zielsetzung tatsächlich umzusetzen.

Aber auch im dritten Aufeinandertreffen des Tages musste Speiser Stephan Katt den Vortritt lassen. Nationalmannschaftskollege Jörg Tebbe schob sich sogar noch zwischen Katt und Speiser. 14 Punkte genügten zwar, um in den Endlauf der besten sechs zu kommen. Die Podestplätze waren aber zu jenem Zeitpunkt bereits für andere reserviert. Daran änderte auch der Ausfall im Finale («Der Vergaser hat gestottert und ich hatte gefühlte drei Kilo Dreck auf der Brille und keine Sicht») an fünfter Stelle liegend nichts mehr.

«Das war heute zwar nicht wirklich schlecht, aber auch nicht gut. Ich war einfach nicht schnell genug», zog Speiser selbstkritisch Bilanz. Weiter sagte der dreifache Langbahn-Team-Weltmeister: «Die Spitze im deutschen Langbahnsport ist einfach so dicht: Wenn da nicht alles passt, bist du weg!»

Dennoch: Sich unterkriegen lassen oder gar den Kopf in den Sand stecken will Richard Speiser jetzt nicht. Am Samstag geht es in Vechta in die fünfte Runde der Langbahn-Weltmeisterschaft, in der Speiser derzeit als Zweiter bester Deutscher und erster Verfolger von Weltmeister Joonas Kylmäkorpi ist: «Vechta ist eine andere Bahn, dort sind wieder andere Voraussetzungen. Natürlich werde ich leistungsmässig zulegen müssen.»

Letzteres werden mit Sicherheit auch jene beiden tun, die am Sonntag in Herxheim den nationalen Titel unter sich ausmachten: Stephan Katt als Deutscher Meister und Martin Smolinski als Vizemeister liegen zehn beziehungsweise elf Punkte in der WM-Wertung hinter Speiser. Auch sie haben ihre Ambitionen auf Platz 1 oder 2 in der Weltmeisterschaft noch nicht aufgegeben.

Ergebnis Deutsche Meisterschaft Herxheim:

1. Stephan Katt, Neuwittenbek, 23 Punkte
2. Martin Smolinski, Olching, 19
3. Matten Kröger, Bokel, 19
4. Herbert Rudolph, Pilsting, 18
5. Bernd Diener, Gengenbach, 15
6. Richard Speiser, Börwang, 14
7. Sirg Schützbach, Baindt, 12
8. Jörg Tebbe, Dohren, 11
9. Nadine Frenk, Kuhardt, 11
10. Marcel Dachs, Weingarten, 8
11. Christian Hülshorst, Lüdinghausen, 7
12. Robert Baumann, Emstek, 7
13. Daniel Rath, Teterow, 4
14. Keijo Bünning, Scheessel, 3
15. Manfred Knappe, Traunstein, 3
16. Ronny Stüdemann, Kletzin, 2
17. Stephan Diener, Gengenbach, 1
18. Bernd Dinklage, Werlte, 1

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