Michael vd Mark: «Umstellung auf Yamaha war schwer»

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Michael van der Mark in Laguna Seca

Michael van der Mark in Laguna Seca

Nach zwei Jahren Superbike-WM mit Honda wechselte Michael van der Mark für 2017 zu Yamaha. Auch beim legendären Acht-Stunden-Rennen in Suzuka wird der Niederländer erstmals mit einer R1 antreten.

Mit 24 Jahren ist Michael van der Mark einer der jüngeren Piloten der Superbike-WM und einer von denen, dem noch großes zugetraut wird. Im offiziellen Pata Yamaha Werksteam wartet der Niederländer aber noch auf sein erstes Podium, in der Gesamtwertung ist er nach acht Meetings WM-Siebter.

Anlässlich der Sommerpause der seriennahen Motorradweltmeisterschaft stellte Yamaha das folgende Interview mit van der Mark zur Verfügung.

Michael, wie lautet dein Fazit nach den ersten acht Meetings der Superbike-WM 2017?

Es ist meine erste Saison mit dem Pata Yamaha Team und bis jetzt war es schon ein bisschen gemischt! Wir wussten, dass wir nicht sofort um den Sieg kämpfen würden. Also lag unser Fokus darauf, die R1 zu verbessern. Im Winter haben wir viel getestet. Um ehrlich zu sein, sind mir dabei aber keine grosse Fortschritte gelungen.

Erst ab dem zweiten Rennen auf Phillip Island haben wir begonnen, wirkliche Verbesserungen mit der Yamaha zu erreichen. Danach hatten wir paar Höhen und Tiefen, aber jedes Wochenende und jede Session sind wir schneller geworden und ich habe mich an die R1 gewöhnt.

Ich hatte erwartet, dass ich mich schneller an das Bike anpassen würde. Es war schwierig für mich zu verstehen, warum ich nicht sofort schneller sein konnte. Aber jetzt habe ich an jedem Rennwochenende sofort ein gutes Tempo. Das bedeutet, dass wir uns jetzt auf das Set-up des Bikes konzentrieren können.

Was war dein persönliches Saison-Highlight?

Die Ergebnisse wurden immer besser, aber ich wünschte, ich hätte schon ein Podium für Yamaha einfahren können. Es ist aber gut zu sehen, dass wir Fortschritte machen. Wir müssen nur noch erreichen, dass wir auf jeder Rennstrecke denselben Speed fahren können.

Eines meiner Highlights war Misano, gleichzeitig war das aber auch eines meiner schlimmsten Rennen des Jahres! Es lief gut, wir hatten ein gutes Tempo. Im ersten Rennen habe ich in der zweiten Runde die Führung übernommen. Ich denke, meine Pace war beeindruckend und wir konnten uns von allen anderen absetzen. Der beste Moment dieser Saison war sicherlich, dass ich das Rennen für 13 Runden anführen konnte. Dann gab es ein Problem, das nicht in unserem Einflussbereich lag. Es war aber gut zu sehen, dass wir um das Podium kämpfen konnten.

Worauf freust du dich in der zweiten Saisonhälfte?

Die noch ausstehenden Rennstrecken sind ziemlich cool. Portimão ist eine wirklich klasse Strecke und ich genieße es wirklich, dort zu fahren. Eine weitere Piste, auf die ich mich freue, ist das Saisonfinale in Katar. Die R1 passt zu dieser Strecke und das Team hatte dort bereits starke Ergebnisse im letzten Jahr. Das Layout ist schnell und flüssig – das wird einer der besten Strecken für die R1 sein.

Du fährst in der Sommerpause das Acht-Stunden-Rennen in Suzuka...

Die meisten anderen Fahrer der Superbike-WM fahren jetzt in den Urlaub, aber Suzuka ist für mich etwas Besonderes. Es ist immer eine große Ehre, dort zu fahren. Aber wenn man gebeten wird, für ein Werksteam zu fahren, ist es eine noch größere Ehre – dazu kann ich nicht nein sagen.

Suzuka ist eine unglaubliche Erfahrung. Man nennt es zwar ein Langstrecken-Rennen, es ist aber in Wirklichkeit wie ein 8-stündiges Sprintrennen! Man attackiert mit dem Bike die ganze Zeit so stark es nur geht. Aber am Ende, wenn du ein gutes Ergebnis bekommst, gibt es keine vergleichbaren Emotionen.

Nach jeder Teilnahme habe ich gesagt, nie wieder – weil es so hart ist. Aber dann, nach ein paar Wochen, denke ich schon über das nächste Jahr nach und will es wieder fahren. Manchmal denkt man schon daran, dass auch Sommerurlaub nett wäre, aber ich will es nicht anders haben.

Was ist der Hauptunterschied zwischen der R1 im Superbike-Trimm und dem Suzuka-Bike?

Es gibt eine Reihe von Unterschieden: Das Suzuka-Bike ist viel schwerer, da man einen größeren Tank hat. Die Reifen sind ganz anders. Der größte Unterschied ist aber die Tatsache, dass alle drei Fahrer mit demselben Einstellungen und Set-up klarkommen müssen. In diesem Jahr bin ich viel größer als ich Teamkollegen Alex Lowes und Katsuyuki Nakasuga.

Letztendlich geht es aber darum, möglichst konstant zu sein. Du musst so viele Runden wie möglich auf dem Motorrad sitzen, denn ein weiterer großer Unterschied ist das Gewicht vom Benzin. Vom Beginn deines Stint bis zum Ende versteht man immer besser, wie das das Fahrrad Bike beeinflusst.

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