Superbike-WM-Aus von Petronas Honda: Wie Midori Moriwaki damit umgeht
Nach sieben Jahren hat Midori Moriwaki ihr Team aus der Superbike-WM zurückgezogen, MIE Honda will 2026 aber bei mehreren Veranstaltungen mit Wildcard dabei sein.
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Seit 2019 war Midori Moriwaki im Paddock der Superbike-WM mit ihrem Team vertreten. Im ersten Jahr als Superbike-Werksteam von Honda, ab 2020 als Satellitenmannschaft. 2023 kamen zwei Supersport-Maschinen hinzu, ebenfalls lackiert im Türkis von Hauptsponsor Petronas.
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Der Vertrag mit dem staatlichen malaysischen Mineralölkonzern Petronas lief nach der Saison 2025 aus, bereits im Oktober zeichnete sich ab, dass die Fortführung des WM-Teams für Moriwaki unter diesen Voraussetzungen sehr schwierig ist. Seit der Veröffentlichung der Startlisten für die Superbike- und Supersport-WM 2026 wissen wir auch offiziell: MIE Honda ist nicht mehr dabei. MIE, die drei Buchstaben stehen für Midori International Engineering, will kommende Saison bei vier oder fünf Events mit Wildcard dabei sein. Ziel der Teamchefin ist, dass ihre Truppe 2027 wieder Vollzeit und mit zwei Fahrern mitmischt. Ein sehr herausforderndes Unterfangen, denn Moriwaki hat nicht nur mit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu kämpfen, sondern auch seit vielen Jahren mit großen gesundheitlichen Problemen.
«Wie du weißt, ist es nie einfach ein Weltklasseteam zu leiten», sagte Midori gegenüber SPEEDWEEK.com. «Ich glaube, alle Eigentümer stehen jeden Tag vor vielen Schwierigkeiten. Ich bin jetzt seit über 30 Jahren in dieser Welt und das Rennfahrerleben ist immer hart. Ich versuche es weiter und kämpfe gegen zahlreiche Dinge, wie du seit vielen Jahren sehen kannst. Meine Einstellung ist, niemals aufzugeben. Ich arbeite mit voller Kraft daran, die Dinge zu regeln, auch wenn ich nicht im Fahrerlager bin. Ich habe nicht vor, mein Team einzustampfen, es ist wichtig, dass MIE im Rennsport weiterexistiert. Ich habe meinen Mitarbeitern aber schon vor vielen Monaten gesagt, dass es okay ist, wenn sie das Team verlassen. Ich wollte nicht, dass sie auf meine Entscheidung warten, sollte sich eine andere Möglichkeit für sie auftun.»
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«Ich bin die dritte Generation einer Motorsportfamilie», fügte die adrette Japanerin hinzu. «Die erste ist Yoshimura, die zweite Moriwaki, also meine Eltern. Mein Großvater ist Pops Yoshimura. Mein Hintergrund ist das Ingenieurwesen. Ich habe in Australien und Amerika gearbeitet und danach 21 Jahre lang bei Moriwaki Engineering, dem Unternehmen meiner Eltern. Ich leitete das MotoGP-Team für Moriwaki, das Moto2-Projekt sowie den Junior-Cup. Außerdem habe ich zusammen mit unseren Ingenieuren neue Technologien entwickelt. Ich habe viele Akademie- und Bildungsprojekte weltweit, überwiegend in Asien.»
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