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Zwischen dem letzten Superbike-WM-Test 2025 und dem ersten 2026 liegen knapp acht Wochen. BMW Technik Direktor Christian Gonschor verriet SPEEDWEEK.com, an was in dieser Zeit gearbeitet wird.
Am 26./27. November fand auf dem Circuito de Jerez im südlichsten Zipfel der iberischen Halbinsel der letzte Test der Superbike-WM-Teams 2025 statt, am 21./22. Januar geht es auf gleicher Piste mit den ersten Tests 2026 weiter. Am 28./29. Januar stehen zwei weitere Tage im 350 Kilometer westlich gelegenen Portimao in Portugal auf dem Programm, dann wird das Material nach Australien verschickt.
Auf dem Phillip Island Grand Prix Circuit, zwei Autostunden südlich von Melbourne, wird am Montag und Dienstag, 16./17. Februar, getestet, bevor am folgenden Wochenende die Superbike-Weltmeisterschaft 2026 beginnt.
Die drei SBK-Klassen sind seriennahe Meisterschaften, als Basis für die Rennmaschinen dienen käufliche Serienmodelle. In Wirklichkeit ist an einem WM-Superbike aber viel modifiziert, wie Christian Gonschor, der Technische Direktor von BMW Motorrad Motorsport, im Gespräch mit SPEEDWEEK.com durchblicken ließ.
«Der Spielraum ist über das Reglement definiert, nichtsdestotrotz ist er groß», hielt der gebürtige Bochumer fest. «Das sind immer noch Werksrennmotorräder. Ich habe Freiheitsgrade, in denen ich komplett frei bin, demzufolge sind wir in einer permanenten Entwicklung. Ich weiß, ich sage das jedes Jahr, aber wir arbeiten von der Aerodynamik über den Motor und die Elektronik bis hin zu den Fahrwerksteilen, die wir beeinflussen können. Bei der kompletten Vorder- und Hinterradführung sind über die Gabelbrücken, Schwinge, Schwingenlagerung und Öhlins-Komponenten genügend Parameter vorhanden. Öhlins hat eine neue Komponente gebracht, die wir adaptieren müssen.»
Gonschor weiter: «Es gibt genügend Baustellen und wir werden für den Januar-Test auch keine Komponente auslassen. Wir bringen einen Feinschliff für die Aerodynamik und werden an der Hinterradführung arbeiten, die der Traktion und damit in der Beschleunigungs- aber auch Bremsphase hilft. Daran wird immer gearbeitet. Elektronikapplikationen sind ein Baustein, der nicht ruhen darf. Da ist permanenter Fortschritt notwendig und tagesüblich. Und auf der Antriebsseite müssen unsere Motorenprüfstände in München genutzt werden, da war die Weihnachtszeit eine kurze.»
Nach dem Wechsel von Weltmeister Toprak Razgatlioglu zu Yamaha und in die MotoGP sowie der Umdisponierung von Michael van der Mark zum Test- und Entwicklungs- sowie Endurance-Piloten, tritt BMW 2026 mit einem neuen Fahrerduo an: Frisch an Bord sind die mehrfachen MotoGP-Sieger Danilo Petrucci und Miguel Oliveira.
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