PJ Jacobsen (Triple-M): «War schnellster Honda-Pilot»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Zurück bei Honda: Patrick Jacobsen

Zurück bei Honda: Patrick Jacobsen

Das deutsche Team Triple-M ist in der Superbike-WM 2018 die offizielle Satelliten-Mannschaft von Honda Motor Europe. Fahrer Patrick Jacobsen traut sich mittelfristig zu, vorne mitzumischen.

Patrick Jacobsen aus New York fuhr seit 2012 mit Honda, Kawasaki und MV Agusta Supersport-WM und holte zwei Siege – beide 2015 mit Honda in Sepang und Magny-Cours. Im selben Jahr gelang ihm als WM-Zweiter auch die beste Gesamtplatzierung.

Der frisch vermählte Amerikaner machte schon lange keinen Hehl mehr daraus, in die Superbike-WM aufsteigen zu wollen. Erste Erfahrungen sammelte er 2016 mit dem F.C.C. TSR Honda-Team beim Langstreckenklassiker Suzuka Eight Hours sowie in der Britischen Superbike-Meisterschaft, in der er 2013 eine Tyco-Suzuki pilotierte.

SPEEDWEEK.com führte mit dem 24-Jährigen ein ausführliches Interview, lesen Sie hier den ersten von drei Teilen.

Patrick, Triple-M-Teamchef Matthias Moser sieht dich von der fahrerischen Leistung zwischen den Red-Bull-Piloten Leon Camier und Jake Gagne. Teilst du diese Einschätzung?

Wo genau ich stehen werde, kann ich nicht sagen. Ich bin gegen die beiden noch nie gefahren. Jetzt muss ich erst mal testen, dann sehe ich was los ist.

Glaubst du, dass du genügend Talent hast, um mittelfristig einer der Spitzenpiloten in der Superbike-WM zu werden?

Ja, jeder Rennfahrer denkt, dass er es nach oben schafft. Drum fahren wir Rennen.

Das erste Jahr wird für mich und das Team sicher sehr schwierig, wir haben viel zu lernen. Aber das ist, wie wenn man dich ins Wasser wirft, dann musst du schwimmen.

Nach dem ersten Jahr, und hoffentlich der Möglichkeit für eine zweite Saison, schaffe ich es mit meinem Talent hoffentlich bis zu einem gewissen Niveau. Ich arbeite hart und unternehme alles, um dorthin zu kommen.

Spitzenpiloten wie Jonathan Rea, Chaz Davies, Eugene Laverty, Michael van der Mark oder Cal Crutchlow kommen aus der Supersport-WM. Ist das die richtige Gehschule für die Superbike-WM?

Die letzten Jahre sind nicht viele Supersport-Piloten in die Superbike-WM aufgestiegen. Sie kamen eher aus der Superstock-1000-Klasse oder direkt aus MotoGP. Wer in der MotoGP-WM nicht mehr unterkommt, wechselt in die Superbike-WM. Deshalb bekommen die 600er-Piloten keine Chance mehr.

Supersport 300 und 600 sind der Unterbau der Superbike-WM, die Teams sollten anfangen ihre Türen für diese Fahrer zu öffnen.

Randy Krummenacher strauchelte dieses Jahr. Es kommt aber auch immer darauf an, ob einem Fahrer ein Superbike zusagt oder nicht. Manche kommen nur mit der 600er klar. Wir werden sehen, wie ich mich schlage.

Wird es schwierig, deinen Fahrstil von der 600er auf die 1000er umzustellen?

Mir bereitet das keine Schwierigkeiten. Ich fuhr das Suzuka Eight Hours und war der schnellste Honda-Pilot. Endurance-WM bin ich auch schon gefahren und in der British Superbike.

Ich mag Superbikes, mit ihnen kann man mehr sliden, das macht mehr Spaß. Mir wird die Umstellung leicht fallen. Nur auf die Elektronik werde ich mich einschießen müssen.

Was ist der größte Unterschied im Fahrstil zwischen Supersport und Superbike?

Das kann man so nicht sagen. Johnny Rea fährt mit viel Kurvenspeed, er bremst die Maschine aber trotzdem heftig ab und richtet sie schnellst möglich wieder auf.

Tom Sykes ist in den Kurven nicht sehr schnell, er bremst die Maschine brutal ab, lenkt und richtet sie wieder auf.

Man muss die richtige Mischung finden, dann ist man schnell.

Du hast voraussichtlich acht Testtage vor dem ersten Rennen. Werden diese genügen?

Fantastisch wäre, den ganzen Dezember und Januar zu testen.

Spaß beiseite, acht Tage werden ausreichen, um mich in eine gute Position zu bringen und um das Motorrad zu verstehen.

In Phillip Island fuhr ich die letzten fünf Jahre, das ist eine gute Strecke für mein erstes Superbike-Rennen.

Mit der 600er habe ich vor Phillip Island fast nicht getestet. Deshalb kann ich mich glücklich schätzen, dass ich jetzt acht Testtage bekomme.

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