Loris Baz rätselt: Wo ist der gute BMW-Topspeed hin?

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Loris Baz

Loris Baz

Vier Wochen nach seinem Oberarmbruch fühlt sich Loris Baz fit, kam in den drei freien Trainings der Superbike-WM in Thailand aber nicht über Platz 12 hinaus. Der BMW-Pilot ist auf Erklärungssuche.

Nach seinem unverschuldeten Sturz beim WM-Auftakt in Australien, der Lenker an seiner BMW S1000RR ist beim Bremsen abgebrochen, hatte Loris Baz nur vier Wochen Zeit, um sich von der Haarfraktur am Humeruskopf unterhalb der Sehnen in der rechten Schulter zu erholen.

«Ich bin wieder so gut wie hergestellt», erzählte Baz am Samstagabend, als sich SPEEDWEEK.com mit ihm im Container von Althea Racing im Fahrerlager des Chang Circuits traf. «Am Freitagmorgen hatte ich keine Schmerzen, nach der zweiten Session leichte und nach der dritten etwas stärkere, aber das stört mich nicht auf dem Motorrad. Höchstens ein bisschen beim Bremsen und bei Richtungswechseln.»

Baz verlor lediglich 0,684 sec auf die Bestzeit von Kawasaki-Werksfahrer Jonathan Rea, kam damit aber nur auf Platz 12. Was bedeutet, dass er am Samstag den Umweg über Superpole 1 gehen muss, aus der sich nur die zwei Schnellsten für Superpole 2 qualifizieren, in der die Startplätze 1 bis 12 ausgefahren werden.

Der Chang Circuit ist für den zweifachen Laufsieger neu, «aber er ist einfach zu lernen, nach fünf Runden fuhr ich eine Zeit, die nur eine Sekunde langsamer war als meine Bestzeit am Ende», erzählte der Franzose. «Die Strecke ist auch nicht ganz so Mist, wie sie im Fernseher aussieht. Die großartigste Strecke der Welt ist es nicht, aber besser als gedacht.»

«Ich vermisse einige Dinge», grübelte Baz. «Die Elektronik muss besser werden. Wir verlieren etwas auf der Geraden, was ich nicht verstehe. In Australien waren wir auf der Geraden sehr schnell. Wir müssen das Gesamtpaket verbessern. Meine Runde war stark, mir fehlen nur 0,1 sec auf meine Idealzeit.»

Nur zwei Fahrer hatten einen geringeren Topspeed als Baz, mit 293,5 km/h befindet er sich aber in bester Gesellschaft. Lediglich die Ducati von Javier Fores und Marco Melandri waren mit über 300 km/h herausragend schnell.

«Wir müssen uns verbessern», verlangt der 25-Jährige. «Wir wollen in die Top-5. Alle anderen Hersteller haben ihre Motorräder deutlich verbessert, das müssen wir auch. Dieses Jahr liegen alle enger beisammen. Ducati hat zu Kawasaki aufgeholt, Honda ist stärker als letztes Jahr. Ich glaube nicht, dass es jedes Wochenende so eng zugeht, aber es wurde enger. Am Freitag blieben die Top-5 unter dem Rundenrekord.»

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