Weltmeister Lando Norris spricht Klartext: Mercedes-Kunden im Nachteil?
Mercedes hat die Hausaufgaben mit dem 2026er Hybrid-Motor am besten gelöst. Aber wieso sind dann die Mercedes-Kunden nicht stärker? Weltmeister Lando Norris (McLaren) bezieht Stellung.
Kein Zweifel: Mercedes hat die Hausaufgaben bei der neuen Antriebseinheit am besten gelöst. Wieder einmal. Denn das war schon Anfang 2014 so, als die Königsklasse in die neue Turbohybrid-Ära trat.
Es wäre jetzt einfach, hier zu sagen: Na gut, das ist halt dieser geniale Kniff mit der Kompression, wenn die Mercedes-Antriebseinheit im aufgewärmten Zustand höher verdichtet ist als an der Box. Doch wenn das der einzige Grund für die Überlegenheit ist, wieso waren dann in Australien die Mercedes-Kunden McLaren, Williams und Alpine nicht schneller?
McLaren-Teamchef Andrea Stella: «Als Kundenteam ist dies das erste Mal, dass wir uns richtig in der Defensive fühlen; selbst wenn es darum geht, das Fahrverhalten des Autos vorherzusehen oder abzuschätzen, wie wir es verbessern können.»
«Die Diskussion mit Mercedes über mehr Informationen läuft schon seit Wochen. Denn schon beim Testen sind wir auf die Strecke gegangen, haben die Daten angeschaut und gedacht: ‚Oh, das haben wir also. Gut, wie reagieren wir jetzt darauf?‘ Aber so arbeitet man eigentlich nicht in der Formel 1.»
Williams-Teamchef James Vowles: «Was Mercedes mit dieser Antriebseinheit macht, das hat uns wirklich überrascht. Ich bin sicher, dass das, was sie uns geliefert haben, uns die Möglichkeit gibt, das zu tun, was sie tun. Ich weiss nur momentan nicht, wie das geht.»
Lando Norris: «Es liegt an uns»
Natürlich ist auch Formel-1-Champion Lando Norris auf diese Zusammenhänge angesprochen worden. Im Fahrerlager des Shanghai International Circuit sagt der Engländer: «Grundsätzlich arbeiten wir sehr eng mit Mercedes zusammen, sie haben mitgeholfen, die letzten beiden Konstrukteurs-Weltmeisterschaften zu gewinnen.“
«Wir stehen noch in der ersten Phase dieser Saison, es gibt viele Dinge, die man herausfinden und verstehen muss. Und gewisse Dinge muss ein Motorhersteller nicht erklären, weil du immer versuchst, dir eigene Vorteile zu verschaffen. Gleichzeitig gibt es aber auch Dinge, die wir selbst herausfinden müssen.»
«Ich schätze, es gibt einfach gewisse Dinge, die wir noch nicht selbst erkundet und ausgeschöpft haben. Dennoch erwarte ich, dass es hier in China ein wenig enger wird – denn Melbourne ist eine der schwierigsten Strecken der Saison, aus Sicht des Antriebsstrangs und des Energie-Managements. Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Hier ist das etwas einfacher, also sollten die Abstände geringer sein.»
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