Milwaukee-Boss erlebte einen Albtraum: Zwei Stürze!

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Es hätte das beste Aprilia-Ergebnis des Jahres werden können, doch der erste Lauf der Superbike-WM in Portimao endete in einer Katastrophe: Eugene Laverty wurde abgeschossen, Lorenzo Savadori schmiss die RSV4 weg.

Unter den Augen des Europachefs von Hauptsponsor Milwaukee eroberte Eugene Laverty mit der Aprilia RSV4 seine erste Pole-Position seit dem 20. Oktober 2013 in Jerez, seine erst dritte überhaupt. Und das in Pole-Rekordzeit 1:40,705 min.

Das Rennen war für den Nordiren bereits nach wenigen Kurven beendet: Laverty wurde vom Spanier Javier Fores torpediert und ins Kiesbett geschossen. Der entschuldigte sich zwar umgehend, konnte das Desaster für das nach Erfolgen lechzende Aprilia-Team aber nicht mehr rückgängig machen.

«Mein Bremspunkt war der gleiche wie immer, ich war aber auf einer anderen Linie», erklärte Fores. «Das Hinterrad stieg sofort in die Luft, ich bremste nur noch vorne und konnte nicht verhindern Laverty zu treffen. Ich vermute, dass das Getriebe in neutral sprang. Das war zweifellos mein Fehler, es tut mir sehr leid für Eugene.»

Der Ducati-Pilot klagt über Schmerzen im linken Ellbogen, gebrochen ist aber nichts.

«Ich hatte einen guten Start, die Starts von Rea und Melandri waren aber unglaublich und sie ließen mich dumm aussehen», schilderte Laverty den Moment vor dem Crash. «Ich musste in der ersten Kurve eine weite Linie wählen und Savadori fuhr mir innen durch. Als mich Fores abschoss, war ich zur falschen Zeit am falschen Ort. Für mich ist es doppelt bitter: Nach der Pole muss ich das zweite Rennen von Startplatz 10 angehen.»

Tom Sykes, der den Zusammenstoß aus nächster Nähe sah, beschrieb den Bremspunkt von Fores als «verrückt».

Nach dem Aus von Laverty lag Savadori bis Rennmitte hinter Jonathan Rea (Kawasaki) und Marco Melandri (Ducati) auf dem unbedrängten dritten Platz. Es hätte der erste WM-Podestplatz des 25-Jährigen werden können und der dritte dritte Platz für Aprilia in dieser Saison – nach Laguna Seca und Misano durch Laverty.

Jeder kann sich vorstellen, wie niedergeschlagen Savadori nach seinem Fehler war. «Ich kämpfte mit mir und dem Motorrad, um es aufs Podest zu schaffen», schilderte der Italiener. «Ich war am Limit, habe aber trotzdem alles versucht. Dann bin ich unglücklicherweise gestürzt.»

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