Tiefschlag: Reiti bei Milwaukee nur mit BMW erwünscht

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Markus Reiterberger in der WM: Hoffen auf BMW oder Honda

Markus Reiterberger in der WM: Hoffen auf BMW oder Honda

Markus Reiterbergers sportliches Glück hängt mehr an BMW, als viele wahrhaben wollen. Entscheidet sich das Milwaukee-Team für Aprilia oder Ducati, dann bleibt dem Bayer als Alternative nur noch Honda.

Markus Reiterberger muss abwarten, bis BMW München endlich eine Entscheidung über die sportliche Zukunft in der Superbike-WM für 2019 und darüber hinaus trifft.

«Mit BMW hatte ich zuletzt wenig Kommunikation, man sagte mir, dass sie etwas mehr Zeit brauchen», verriet Milwaukee-Teamchef Shaun Muir. «BMW hat mir mitgeteilt, was das Team leisten müsste und was sie leisten können. Das ist definitiv mehr als ihr jetziges Kundensport-Programm, welches wir von 2016 gut kennen.»

Somit weiß Muir mehr als Reitis jetziges Superstock-Team alpha Racing Van Zon BMW, dessen Eigentümer Werner Daemen gerne mit dem 24-jährigen EM-Führenden in die Superbike-WM aufsteigen und dort Entwicklungsteam von BMW werden möchte.

Sollte diese Konstellation nicht zustande kommen, will Reiti trotzdem unter allen Umständen in der Weltmeisterschaft fahren. Manager Werner Daemen spricht deshalb auch mit Honda über einen Platz in den Teams Red Bull und Triple-M, außerdem mit Milwaukee.

Bei Red Bull hat er kaum eine Chance gegen Hochkaräter wie Tom Sykes, Marco Melandri und Eugene Laverty. Triple-M-Chef Matthias Moser nennt Reiti hingegen als seinen Wunschfahrer. Doch diese Entscheidungen werden von Honda Japan getroffen.

SPEEDWEEK.com sprach mit Shaun Muir, wie seine Fahrerplanung für 2019 aussieht. Der Engländer will bis zum morgigen Freitag sein Sponsorpaket geschnürt haben, dann wird entschieden, ob es ein weiteres Jahr mit Aprilia weitergeht oder ob er sich für mehrere Jahre an Ducati oder BMW bindet.

Shaun, ist es wichtig für dich, ab dem ersten Rennen 2019 sofort in den Top-5 zu sein?

Ja, mit den zwei italienischen Marken. Mit der anderen nicht so.

Du musst deinen Sponsoren etwas verkaufen, mit BMW kann das nur ein längerfristiges Programm sein. Das erfordert viel Vertrauen von den Sponsoren. Yamaha und Ducati haben vier Jahre gebraucht, um mit ihren aktuellen Motorrädern Rennen zu gewinnen.

Dem stimme ich zu. Es gibt verschiedene Szenarien für jeden der drei Hersteller.

Wenn ich mit Aprilia um ein Jahr verlängere, tun wir das, um unseren Platz in der Meisterschaft zu festigen.

Gehe ich zu Ducati, will ich mindestens drei Jahre mit ihnen arbeiten, weil ich dann viel investieren muss.

Was BMW betrifft, habe ich nach wie vor nicht alle Antworten auf meine Fragen.

Motorräder und Unterstützung von Ducati würden dich ähnlich viel kosten wie bei Aprilia?

Ja, ohne Zweifel. Fast auf den Euro gleich viel.

Ducati testet seit einem Jahr mit der neuen V4 auf der Rennstrecke, die neue BMW S1000RR wurde bislang nirgends gesichtet. Schwer vorstellbar, dass sie aus dem Stand Erfolg haben werden.

(Er schmunzelt). Ich habe sie auf eurer Website gesehen.

Wir wissen nicht, welches Testprogramm sie abgespult haben.

Das Wichtigste für mich ist, dass ich die richtigen Sponsoren habe. Vergangenes Wochenende war der Präsident von Milwaukee in Portimao, vielleicht kann ich ihn überzeugen, ein Jahr weiterzumachen. Ein Jahr ist aber nicht mein Ziel, ich möchte längerfristige Verträge.

Ich werde nicht mit einer roten Ducati mit leerer Verkleidung durch die Gegend fahren. Ich will einen Zwei-Millionen-Sponsor auf der Verkleidung.

Hat Markus Reiterberger die Chance auf einen Platz in deinem nächstjährigen Team?

Nein. Außer wir fahren mit BMW.

Ich rede mit allen Spitzenfahrern, die noch keinen Vertrag haben. Laverty, Sykes, Savadori, die Manager von Fores und Torres haben angefragt. Ich will die besten verfügbaren Fahrer.

Ich habe mit Chris Pike von Honda geredet und ihm meine Situation geschildert. Wir sprechen miteinander, um zu verhindern, dass uns die Fahrer gegeneinander ausspielen.

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