Trotz Schmerzen: Michael vd Mark steht vor Rätsel

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Michael van der Mark beim Studium der Daten

Michael van der Mark beim Studium der Daten

Während sich Yamaha-Werksfahrer Alex Lowes im ersten Lauf der Superbike-WM auf dem Losail Circuit in Katar heroisch Rang 3 erkämpfte, strandete Teamkollege Michael van der Mark mit gequältem Arm auf Platz 7.

Man sieht es ihm nicht an, aber Michael van der Mark ist hart im Nehmen. In der zweiten Runde des ersten freien Trainings am Donnerstag ist der Niederländer gestürzt und hat sich dabei heftig den linken Unterarm angeschlagen.

Als sich SPEEDWEEK.com mit dem WM-Dritten traf, hielt er den Arm in Schonhaltung vor dem Bauch und meinte lapidar: «Es ist nichts gebrochen.»

Teamchef Paul Denning brachte es auf den Punkt: «Normale Menschen würden mit so einer Verletzung auf dem Sofa bleiben, er biss die Zähne zusammen und gab über die gesamte Renndistanz alles. Das war ein schweres Rennen für ihn.»

Während Teamkollege Alex Lowes als Dritter seinen vierten Podestplatz in dieser Saison eroberte und mit 3,705 sec Rückstand auf Seriensieger Jonathan Rea (Kawasaki) die Zielflagge sah, büßte van der Mark als Siebter 14,5 sec ein.

«Dass ich ab der Hälfte des Rennens Schmerzen im Arm hatte, half nicht», verdeutlichte der Supersport-Weltmeister von 2014.

Auch ohne Schmerzen hätte er an diesem Tag nicht mit Lowes mithalten können. «Das Motorrad ließ sich in den Kurven nicht lenken, wie ich mir das wünsche. Deshalb musste ich am Kurvenausgang mit zu viel Schräglage fahren und der Hinterreifen drehte nur durch», erklärte van der Mark. «Dass ist der einzige Bereich, in dem ich strauchle – am Kurveneingang bin ich gut. Ich weiß nicht, warum das so ist.»

Ein Rennen vor Saisonende liegt der Man aus Gouda, der am Freitag seinen 26. Geburtstag feierte, mit 333 Punkten auf WM-Rang 3. Zu Chaz Davies (Aruba Ducati) vor ihm fehlen 23 Punkte, auf Tom Sykes (Kawasaki) hinter sich hat er 19 Punkte Vorsprung. Da es nur noch 25 Punkte zu holen gibt, müsste viel passieren, damit sich an dieser Reihenfolge noch etwas ändert.

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