Aprilia halbiert den Preis: Wer nimmt die Werks-RSV4?

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Die Aprilia RSV4 ist nach wie vor podestfähig

Die Aprilia RSV4 ist nach wie vor podestfähig

Der Superbike-WM droht, mit Aprilia einen der erfolgreichsten Hersteller der letzten zehn Jahre zu verlieren. Und das, obwohl Geschäftsführer Roberto Colaninno seine Einstellung zur seriennahen Meisterschaft änderte.

Bereits vor dem SBK-Saisonfinale in Katar Ende Oktober war bei Promoter Dorna zu hören, dass Aprilia trotz der Trennung von Shaun Muir Racing in der Superbike-WM bleiben möchte. SMR stellt für die nächsten drei Jahre das BMW-Werksteam, andere Teams wurden bislang von den siebenstelligen Aprilia-Forderungen abgeschreckt.

Für 2019 hat Aprilia-Geschäftsführer Roberto Colaninno die Forderungen halbiert, nur so hat der Hersteller aus Noale eine Chance auf den Verbleib im SBK-Paddock. Für das gesamte Material für ein Zwei-Mann-Team werden nun pro Saison zirka 500.000 Euro aufgerufen, drei Elektroniker inklusive.

Drei Superbike-Teams haben noch keinen Partner für 2019.

Die Truppe von Andrea Quadranti, bislang mit MV Agusta unterwegs, hätte Interesse an den schnellen RSV4, der Schweizer wird aber nichts bezahlen und kommt damit für Aprilia nicht in Frage.

Ten Kate Racing ist nach der Trennung von Honda «für alles offen», für das niederländische Team ist ein Vertrag mit Suzuki aber naheliegender. Zumal Suzuki Materialunterstützung in der Größenordnung von 500.000 Euro anbieten kann, während Aprilia erst einmal Geld haben möchte.

Das italienische Team Go Eleven, seit 2011 mit Kawasaki verbündet, hat sich darum bemüht Honda-Werksteam zu werden, doch diesen Vertrag heimste Althea Racing ein. Teamchef Gianni Ramello bestätigte Verhandlungen mit Ducati und Aprilia. «Einen italienischen Hersteller kann ich meinen Sponsoren besser verkaufen», so Ramello.

Fest steht bereits, dass Go Eleven das Engagement in der Supersport-WM beenden und stattdessen mit zwei Maschinen in der Superbike-WM antreten wird. Die mögliche Fahrerpaarung: Roman Ramos und Aprilia-Schützling Lorenzo Savadori.

Die Aprilia RSV4 ist nach wie vor eine starke Maschine, wie Eugene Laverty mit seinen dritten Rängen in Laguna Seca und Misano bewiesen hat. Ohne Stürze wären dieses Jahr sogar mehr und bessere Podestränge möglich gewesen.

Kommt kein Vertrag in SBK zustande, kann sich Aprilia einen Start in der US-Serie MotoAmerica vorstellen.

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