Zweite Trennung: Pedercini Kawasaki jetzt ohne Fahrer

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Gabriele Ruiu (li.) mit Teamchef Lucio Pedercini

Gabriele Ruiu (li.) mit Teamchef Lucio Pedercini

Bereits Mitte August gab Kawasaki-Teamchef Lucio Pedercini seine Fahrerpaarung für die Superbike-WM 2019 bekannt. In den folgenden Monaten kam es erst zum Bruch mit Yonny Hernandez, jetzt ist auch Gabriele Ruiu weg.

Anfang Oktober trennte sich Pedercini Kawasaki von Yonny Hernandez, nachdem man sich sechs Wochen zuvor für eine Verlängerung des Vertrags bis Ende 2019 geeinigt hatte.

Der Ärger begann Ende August: Der Kolumbianer kam nach chaotischer Anreise zu spät zu den Testfahrten in Portimao. In Magny-Cours kam Hernandez fünf Wochen später nur bis zum Hotel. Weil ihn dort nachts niemand einließ, drehte er um und flog wieder heim nach Barcelona.

Am Donnerstagabend vor dem Rennen teilte Hernandez Pedercini in einem Telefonat um 17.30 Uhr mit, dass er nicht erscheinen würde. «Er meinte, wegen des Fehlers mit dem Hotel», erzählte Pedercini. «Aber das ist nicht mein Fehler, wenn er zu spät eincheckt, weil er den ganzen Tag in Paris Sightseeing gemacht hat.»

Bei den Testfahrten in Jerez diese Woche Montag und Dienstag hätte bei Pedercini neben Supersport-Pilot Ayrton Badovini auch der junge Gabriele Ruiu (18) auf dem Superbike testen sollen.

Doch der Römer hat sich ebenfalls von Pedercini getrennt. Bei seinem Management ist zu hören, dass man mit den technischen Voraussetzungen bei Pedercini nicht zufrieden sei.

Ruiu versucht nun im Team Orelac Verdnatura Kawasaki neben Leandro Mercado unterzukommen. «Er hat uns kontaktiert und gefragt, ob wir ein zweites Superbike einsetzen können», sagte Teammanager Giulio Bardi zu SPEEDWEEK.com. «Bislang reden wir nur, nichts ist beschlossen. Es ist sehr spät, um ein zweites Motorrad zu organisieren.»

Pedercini ist sich inzwischen nicht mehr sicher, ob er 2019 zwei Kawasaki ZX-10RR einsetzen wird, wie ursprünglich geplant. Das hängt davon ab, ob sich ein zweiter Fahrer einkauft.

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