Superbike-WM

Toprak Razgatlioglu extrem: «Hab den Sturz gebraucht»

Von - 05.07.2019 22:05

Kaum ein Superbike-WM-Pilot fährt so spektakulär wie Toprak Razgatlioglu aus dem Team Puccetti Kawasaki. Vor einem Jahr eroberte der Türke in Donington Park seinen ersten Podestplatz, am Freitag war er wieder schnell.

Toprak Razgatlioglu ist ein ungeschliffener Diamant, darin sind sich alle Experten einig. Nach Platz 2 in der Superstock-1000-EM 2017 (hinter Michael Rinaldi) wurde er im Team Puccetti Kawasaki in die Superbike-WM befördert. Mit dem zweiten Platz in Donington Park und Rang 3 in Argentinien verblüffte der Schützling von Supersport-Rekordweltmeister Kenan Sofuoglu bereits in seinem Rookie-Jahr 2018. Diese Saison hat Toprak bereits drei Podestplätze errungen: Er wurde Dritter in Imola und Jerez und zuletzt Zweiter in Misano.

Die beiden freien Trainings am Freitag in Donington Park beendete er hinter Tom Sykes (BMW) und Alex Lowes (Yamaha) auf Rang 3, zur Spitze fehlen dem 22-Jährigen lediglich 0,042 sec. Und das, obwohl er im FP2 einen Sturz verkraften musste.

«Ich pushte zu stark auf der Bremse», erklärte Razgatlioglu seinen Abflug. «Ich bin glücklich über den Sturz, ich habe ihn gebraucht. Ich fuhr die ganze Zeit starke Rundenzeiten, jetzt weiß ich, wo das Limit ist. Mir rutschte dauernd der Vorderreifen. Ohne den Sturz im Training, wäre ich womöglich am Samstag im Rennen gestürzt.»

Der WM-Sechste kommt in den harten Bremszonen in Donington regelmäßig mit einem Stoppie daher, das Hinterrad spektakulär in der Luft. «Ich bremse gerne so» grinste der Youngster. «Manchmal reiße ich fast den Bremshebel ab. Pere Riba, der Crew-Chief von Johnny Rea, erzählte mir in Misano, dass er in Kurve 4 die Augen zumachen musste, wenn ich angebremst kam. Unser Motorrad vermittelt beim harten Bremsen ein gutes Gefühl. Problematisch ist nur, wenn beim Einlenken in die Kurven der Vorderreifen rutscht.»

«Ich brauche einen Sieg, ich brauche Podestplätze», unterstrich Razgatlioglu. «Ich versuche, erstmals zu gewinnen. Einfach wird es nicht, aber ich gebe alles. Normal wäre ich am Freitag eine bessere Zeit gefahren, in Kurve 11 kam ich aber zu weit nach außen, sonst wäre es 1:27,5 min geworden.»

Zum Vergleich die Bestzeit von Sykes: 1:27,733 min.

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