Warum Magny-Cours für die Superbike-WM Tradition hat

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Magny-Cours bietet immer spannende Rennen

Magny-Cours bietet immer spannende Rennen

Bis 2022 läuft der Vertrag zwischen Superbike-WM und Magny-Cours. Die Meetings der seriennahen Motorradweltmeisterschaft auf der französischen Rennstrecken erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit.

Für die Dorna gibt es keinen Grund, an der Präsenz der Superbike-WM in Magny-Cours etwas zu ändern. Obwohl das Wetter Ende September häufig nicht sehr einladend ist, bewegen sich die Zuschauerzahlen auf konstant hohem Niveau. Vorzeitig wurde der Vertrag vor einem Jahr bis einschließlich 2022 verlängert.

Nach dem ersten Meeting der Superbike-WM im Jahr 1991 folgte eine bis 2003 andauernde Pause, seitdem ist die 4,4 km lange Rennstrecke ohne Unterbrechung im Kalender der Superbike-WM enthalten. Erfolgreichste Piloten sind Ikone Noriyuki Haga und der vierfache Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) mit jeweils fünf Laufsiegen.

Die französische Rennstrecke heißt mit vollen Namen 'Circuit de Nevers Magny-Cours' und trägt seinen heutigen Namen seit 1989. Der 4,4 km lange Kurs befindet sich im ländlich geprägten Département Nièvre in der Region Burgund, etwa 250 Kilometer südlich von Paris.

Bereits 1961 wurde die Rennstrecke eröffnet, die in den folgenden Jahren und Jahrzehnten mehrfach erweitert und modernisiert wurde. Berühmt ist Magny-Cours als Austragungsort des Motorrad-Langstreckenklassiker 'Bol d’Or', der hier bis 2014 ausgetragen wurde.

Magny-Cours bietet von allem etwas. Es gibt verschieden enge Kurven, drei langsame Spitzkehren und eine schnelle Gerade. Auf diesem technisch anspruchsvollen Layout kann man keinen natürlichen Rhythmus fahren. Oft geht es mit sehr hohem Tempo auf die langsamsten Kurven der gesamten Saison zu, zum Teil auch bergab. Stabilität, Brems- und Lenkverhalten sind also sehr wichtig, nicht nur am Ende der Gegengerade eingangs der 'Adelaide'-Spitzkehre. Dort bremst man von 290 km/h auf unter 50 km/h herunter. Verbremser und rennentscheidende Manöver sind an dieser Stelle vorprogrammiert.

Zu den Eigenarten der Strecke gehört auch der glatte Asphalt, der bei niedrigen Temperaturen oder Regen sehr rutschig werden kann. Gerade im Herbst spielt das eine Rolle, da sich das Wetter zu dieser Jahreszeit schnell ändern kann. Die große Herausforderung ist, nicht nur für das spezielle Layout der Strecke, sondern auch für jedes Wetter die optimale Abstimmung zu finden.

Mit 16 Rennsiegen ist Ducati der in Magny-Cours erfolgreichste Hersteller. Der letzte Sieg fuhr Chaz Davies 2017 im zweiten Lauf ein – von Startplatz 11. Kawasaki gewann bisher acht Rennen, Yamaha fünf (zuletzt 2010 durch Cal Crutchlow). Aprilia kommt auf drei Laufsiege. Die zwei Honda-Siege liegen bereits längere Zeit zurück (Vermeulen 2005, Toseland 2006).

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