Max Verstappen: «Das macht keinen Spass und ist auch ziemlich gefährlich»
Beim Saisonauftakt in Melbourne konnte Max Verstappen eine starke Aufholjagd zeigen. Der Red Bull Racing-Star ist überzeugt: Sein Auto hat viel Potenzial. Dennoch fällt seine Prognose vorsichtig aus.
Dass Max Verstappen zum Saisonstart nicht an der Spitze mitkämpfen würde, wusste der Niederländer bereits vor dem ersten Rennen. Die Testfahrten in Barcelona und Bahrain hatten gezeigt, dass der RB22 zwar eine gute Standfestigkeit an den Tag legte, aber nicht das schnellste Auto war. So war es auch keine Überraschung, als der Rückstand auf Mercedes im Qualifying gross ausfiel.
Verstappen selbst hatte wegen seines frühen Abflugs zwar keine Chance, an der Zeitenjagd teilzunehmen, sein neuer Teamkollege Isack Hadjar zeigte hingegen eine starke Leistung und schaffte die drittschnellste Runde. Dennoch fehlten ihm mehr als sieben Zehntel auf die Pole-Zeit von George Russell. Der Franzose musste am Rennsonntag einen bitteren Ausfall hinnehmen, er stellte sein Auto in der elften Kurve am Streckenrand ab. Verstappen schaffte es hingegen von Startplatz 20 auf Rang 6.
Was wäre möglich gewesen, wäre er weiter vorne losgefahren? Der Red Bull Racing-Star ist sich sicher: «Das Auto hat sicherlich viel Potenzial, die Frage ist nur, ob wir dieses im Verlauf des Wochenendes ausschöpfen können. Der Rückstand war gross, nicht nur im Qualifying, auch im Rennen. Wenn ich weiter vorne gestartet wäre, hätte ich vielleicht eine Position weiter vorne landen können.»
«Mehr war aber nicht drin, denn uns fehlte einerseits das Tempo, gleichzeitig war der Reifenabbau hoch und wir kämpften auch mit dem Graining. Wir werden sehen, wie es weitergeht und was in den nächsten Rennen passiert», fügte der vierfache Champion an. Die Frage, ob der Rückstand auf dem Shanghai International Circuit grösser oder kleiner ausfallen wird als im Albert Park von Melbourne, konnte er nicht beantworten.
«Das kann man unmöglich wissen, denn es ist ein echter Dschungel da draussen. Ich hoffe natürlich sehr, dass er etwas kleiner ist und nicht noch grösser. Aber es ist auch klar, dass wir derzeit nicht mit den Jungs vorne kämpfen können», betonte der 28-Jährige.
Auch Verstappen sprach über den Beinahe-Unfall beim Start, der nur durch die guten Reflexe von Franco Colapinto verhindert wurde. Der Niederländer erklärte: «Es gibt sicher Lösungen für die leere Batterie beim Start, aber die FIA muss das auch erlauben. Es macht keinen Spass, mit leerer Batterie loszufahren, und es ist auch ziemlich gefährlich. Wir sprechen darüber und schauen, was getan werden kann. Man konnte sehen, dass wir fast einen grossen Unfall beim Start in Melbourne hatten. Das geht zum Teil auf die Batterie zurück. Aber es kann auch mit dem Anti-Stall passieren. Wir haben auf jeden Fall sehr viele unterschiedliche Geschwindigkeiten gesehen, ich war ja nicht der Einzige, der mit 20 bis 30 Prozent Batterie losfuhr. Ich denke, dagegen lässt sich sicherlich etwas machen, das dürfte nicht allzu schwer sein.»
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