Gelingt Leon Haslam mit Honda der Überraschungs-Coup?

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Leon Haslam fuhr zuletzt 2014 für Honda

Leon Haslam fuhr zuletzt 2014 für Honda

Die letzten drei Monate galt Takumi Takahashi im neuen Honda-Werksteam als zweiter Fahrer neben Alvaro Bautista als gesetzt. Für die Superbike-WM 2020 könnte es in letzter Minute eine drastische Änderung geben.

Am 23. September wurde der bald 35-jährige Alvaro Bautista von Honda als Werksfahrer für 2020 bestätigt. Seit Anfang August war klar, dass der Spanier den Job bekommt. Schon damals war bei Honda zu hören, Takumi Takahashi würde die Position der Nummer 2 einnehmen. Takumi ist der momentan schnellste Japaner hinter MotoGP-Pilot Takaaki Nakagami und fährt für den größten Motorrad-Hersteller in der Japanischen Meisterschaft. Takahashi gilt als guter Entwicklungspilot und ist als Brücke zwischen den Ingenieuren im Werk und dem Rennteam vorgesehen.

Seit Wochen antwortet Leon Haslam auf seine Zukunft angesprochen, dass er mit Honda verhandle. Bislang gingen alle davon aus, dass er das Satelliten-Team von Midori Moriwaki meint.

Doch der Engländer, der schon für die Teams Stiggy und Ten Kate drei Jahre mit Honda Superbike-WM fuhr (sechs Podestplätze), spricht vom Werksteam.

In Katar sickerte durch, dass es immer wahrscheinlicher wird, dass Haslam 2020 an der Seite von Bautista fährt.

Bautista kommt von Ducati, Haslam von Kawasaki – den beiden erfolgreichsten Herstellern in der Superbike-WM in den letzten Jahren. Beide bringen viel Wissen zu Honda mit, das in die neue Fireblade einfließen soll.

Das käme auch dem Suzuka-Projekt zugute: Die letzten fünf Jahre hagelte es beim für die japanischen Hersteller wichtigsten Rennen des Jahres Niederlagen – viermal in Folge gegen Yamaha und zuletzt gegen Kawasaki.

Honda könnte seine beiden Japaner Ryuichi Kiyonari und Takumi Takahashi 2020 bei Moriwaki platzieren. So würde das Werk von deren Entwicklerqualitäten profitieren und alle bereits getroffenen vertraglichen Vereinbarungen für nächstes Jahr erfüllen.

Viele Experten fragten sich die letzten Wochen, weshalb Honda Geld für zwei Teams aufwenden soll: Für das neue, in Barcelona stationierte Werksteam, und Moriwaki. In Katar war zu erfahren, dass Midori Moriwaki für die Finanzierung ihres Teams selbst aufkommen muss, deshalb war die adrette Japanerin nicht in Argentinien und fehlt auch beim Nachtrennen in Arabien – sie ist auf intensiver Sponsorensuche.

Nützt Honda das Moriwaki-Team zur Entwicklung, ist davon auszugehen, dass Midori weder für die Fahrer noch das gesamte Material bezahlen muss.

Viel Zeit hat Honda für seine Entscheidungen nicht mehr: Am 5. November wird das Werksteam in Mailand vorgestellt.

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