Superbike-WM: Was Toprak über Stoppies sagt

Lächerlich: Toprak Razgatlioglu für Stoppie bestraft

Von Kay Hettich
Mit einem Stoppie über die Ziellinie zelebrierte Toprak Razgatlioglu beim Superbike-Meeting in Misano seinen dritten Sieg im dritten Rennen. Die Stewards haben ihn dafür bestraft. Wie der BMW-Star darauf reagierte.

Mit der Pole und drei Siegen bescherte Toprak Razgatlioglu BMW das bisher erfolgreichste Wochenende in der Superbike-WM. Wie der 28-Jährige der versammelten Ducati-Armada die Show stahl, war beeindruckend.

Beeindruckend auch der Stoppie, mit dem der Türke im zweiten Lauf die Ziellinie überquerte. Erstmals zelebrierte Razgatlioglu einen Sieg auf diese Weise im ersten Rennen in Magny-Cours 2021, damals auf Yamaha.

Was von den Fans bejubelt wurde, sahen die Stewards der FIM gar nicht gerne und zitierten den Dreifach-Sieger zu sich. Dort übergaben sie ihm ein Schreiben, mit dem der BMW-Pilot zu einer Strafe in Höhe von 500 Euro verdonnert wurde.

Toprak reagierte trotzig.

«Ein teurer Stoppie, aber das ist kein Problem. Das ändert nichts, ich werde weiter Stoppies machen – aber nicht mehr vor der Ziellinie, nur noch dahinter», sagte der WM-Leader und hielt das Schreiben demonstrativ in die Kameras. «Nach drei Siegen war das ein Geschenk der Rennleitung. Ich werde die 500 Euro zahlen, weil ich glaube, alle anderen fanden es gut. Wenn ein Stoppie 500 Euro kostet, werde ich es an jedem Wochenende wiederholen – das ist natürlich nur ein Witz.»

Die Strafe mag konform mit dem Regelbuch sein, dennoch ist es grotesk. Ein Wheelie wird auch nicht geahndet, obwohl es dabei schon mehrfach zu Unfällen gekommen ist. Außerdem hatte Razgatlioglu mehrere Sekunden Vorsprung und kein anderer Fahrer wurde in Gefahr gebracht.

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