Luca Scassa: «Bimota soll aus der Boxengasse starten»

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Christian Iddon (Bimota) sorgte mit seinem Rammstoss gegen Barrier für Diskussionen

Christian Iddon (Bimota) sorgte mit seinem Rammstoss gegen Barrier für Diskussionen

Der Unfall von Sylvain Barrier (BMW) in Laguna Seca (Rammstoss durch Bimota-Pilot Christian Iddon) birgt Zündstoff. Pedercini-Ass Luca Scassa spricht aus, was viele denken.

Die beiden Bimotas von Ayrton Badovini und Christian Iddon fahren in der Superbike-WM noch ohne Homologation, das Reglement gibt dem Hersteller vier Monate Gnadenfrist. So lange die Auflagen noch nicht erfüllt sind, fährt Bimota ausserhalb der Konkurrenz mit und erhält keine WM-Punkte. Aus den Ergebnislisten der Rennen werden sie eliminiert.

Das passt nicht jedem.

Denn die Bimota-Asse bummeln keineswegs wie die Buells am Ende des Feldes herum. Im Gegenteil. Sie mischen in den Trainings, Superpole und den Rennen im Mittelfeld herum, kämpfen um jeden Zentimeter Asphalt. Positionskämpfe gehen nicht immer glimpflich aus: In Laguna Seca rammte Christian Iddon BMW-Pilot Sylvain Barrier, der krachte in die Boxenmauer und wird am morgigen Freitag am linken Fuss operiert.

«Das Schlimmste daran ist: Bimota existiert eigentlich gar nicht, es sind Geister. Meiner Meinung sollten sie bei jedem Rennen aus der Boxengasse starten», forderte Pedercini Kawasaki-Pilot Luca Scassa, der den Barrier-Crash vor Ort miterlebte. «Dann würden solche sinnlosen Überholmanöver und andere Probleme vermieden.»

Laguna Seca ist das letzte Rennen gewesen, das innerhalb der viermonatigen Gnadenfrist fällt. Erfüllt Bimota die Homologationauflagen nicht, fliegt der italienische Hersteller raus und würde ab Jerez nicht mehr an der Superbike-WM teilnehmen dürfen.

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