Althea Ducati auf Beutezug im MotoGP-Fahrerlager

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Althea-Chef Genesio Bevilacqua

Althea-Chef Genesio Bevilacqua

Dank der neuen Evo-Regeln für 2015 wird in der Superbike-WM einiges an Geld gespart. Die fetten Jahre sind trotzdem vorbei, das merkt auch Althea Ducati.

«Ich gehe davon aus, dass die nächste Saison für einen Fahrer gleich viel kosten wird wie jetzt in der Evo-Klasse», erklärte Althea-Boss Genesio Bevilacqua. «Eventuell wird es sogar günstiger. Für dieses Jahr haben wir Sponsoren eingebüßt, weil im Vornherein klar war, dass ein Evo-Bike gegen die Werksmaschinen chancenlos sein wird. Mit den neuen Regeln kann ich einem Sponsor genau sagen, welche Chancen wir haben werden. Wenn wir bei der Technik Geld sparen, können wir mehr in die Fahrer investieren.»

Der Italiener weiter gegenüber SPEEDWEEK.com: «Ducati hatte dieses Jahr einen Prototypen in der Evo-Klasse, wir hatten keine Erfahrung mit diesem Motorrad. Es gab viele Probleme, Teile gingen kaputt. Eines darf man auch nicht vergessen: Wir haben ein Serienmotorrad genommen, Federelemente einer Rennmaschine verbaut und Slick-Reifen aufgezogen. Das hat das Motorrad in Mitleidenschaft gezogen. Wir fahren 2 sec schneller als Superstock, das Motorrad ist aber eigentlich nicht dafür ausgelegt. Kawasaki und BMW haben weniger Probleme. Sie verfügen über mehr Erfahrung und haben einen direkteren Draht zum Werk.»

Der Keramik-Millionär hat sich für diese Saison mehr versprochen, doch sein Pilot Niccolò Canepa ist in der Evo-Klasse hinter David Salom (Kawasaki) und BMW nur dritte Kraft. «Dieses Jahr habe ich viel Geld investiert und keine guten Resultate dafür bekommen», stöhnt Bevilacqua. «Niemand interessiert sich für Evo. 2015 würde ich gerne von den dieses Jahr gemachten Erfahrungen profitieren. Ich gehe meinen Weg, bin immer ehrlich. Sehr wahrscheinlich mache ich mit einem Fahrer weiter. Ich möchte einen neuen jungen Fahrer aufbauen, beim MotoGP-Rennen in Misano habe ich Gespräche geführt. Dort habe ich auch mit Gigi Dall’Igna und Paolo Ciabatti von Ducati gesprochen. Sie haben mir bereits im Vorfeld ihre Unterstützung zugesagt.»

«Wenn uns Ducati hilft, wenn sie etwa einen Fahrer für uns unter Vertrag nehmen, dann kann ich mir ein Zwei-Mann-Team vorstellen. Oder wenn mir die Dorna dabei behilflich ist meine Verluste wettzumachen, die ich wegen der neuen Regeln habe. Ich kann viele meiner vorhandenen Ersatzteile 2015 nicht mehr nützen, das kostet mich viel Geld. Es wäre für jeden von Vorteil, wenn es in einem guten Team wie meinem zwei Fahrer gäbe.»

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