Jonathan Rea: Fast-Sturz, Motoraussetzer, Zweiter!

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Sinnbild der Saison: Jonathan Rea vor Tom Sykes

Sinnbild der Saison: Jonathan Rea vor Tom Sykes

Weltmeister Jonathan Rea hatte beim Superbike-Event in Imola gegen Ducati-Ass Chaz Davies nichts zu bestellen. «Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich das Rennen beenden konnte», hielt der Kawasaki-Werksfahrer fest.

Chaz Davies, Jonathan Rea, Tom Sykes: So lautete in beiden Rennen in Imola die Reihenfolge. Zweimal hatten die Kawasaki-Werksfahrer gegen Davies auf seiner Ducati 1199 Panigale nichts zu bestellen.

Trotzdem ist Rea weiterhin WM-Leader, sein Vorsprung verringerte sich allerdings von 45 auf 35 Punkte.

«Chaz fuhr eine sehr gute erste Runde und brach mich», redete Rea nicht um den heißen Brei herum. «An einem gewissen Punkt dachte ich, dass ich dieselbe Pace habe, wenn nicht sogar eine bessere. Dann bin ich aus der Schikane heraus aber fast gestürzt. Ein paar Runden später setzte mein Motor im fünften Gang bei Vollgas aus, ich verlor 2 oder 3 sec in einer Runde. Ich wollte das Motorrad aus- und wieder anmachen. Ich wusste nicht, ob ich ein Problem mit dem Motor habe oder böse Geister in der Elektronik. Dann lief das Motorrad wieder, ich brauchte aber ein paar Kurven, bis ich wieder entspannt war. In dem Moment war ich mir fast sicher, dass ich das Ziel nicht sehe. Ich muss glücklich sein, dass ich das Rennen beenden konnte.»

Vor Gegner Chaz Davies zog der Weltmeister seine Monster-Cap: «Er und Ducati haben unglaubliche Arbeit abgeliefert, sie waren in jeder Session schnell, in der Superpole und in beiden Rennen. Wenn ich nicht gewinnen kann, werde ich trotzdem Zweiter. Jeder Fahrer hat seine guten Tage, dieser gehört Chaz.»

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