Wechsel in SBK: Eugene Laverty für Milwaukee Aprilia!

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Eugene Laverty kehrt zu den Superbikes zurück

Eugene Laverty kehrt zu den Superbikes zurück

Nach zwei Jahren in der MotoGP-WM kehrt Eugene Laverty 2017 zu den Superbikes zurück. Der Nordire will mit Milwaukee Aprilia um den Titel kämpfen, statt mit einer Kunden-Ducati auf zehnten Plätzen herum zu dümpeln.

Anfang Juli berichtete SPEEDWEEK.com exklusiv über die Pläne von Milwaukee-Teamchef Shaun Muir, für die Superbike-WM 2017 von BMW zu Aprilia zu wechseln. Spätestens seit 15. August wissen regelmäßige Besucher unserer Website, dass der Nordire Eugene Laverty nach zwei Jahren im MotoGP-Team Aspar Ducati in die seriennahe Meisterschaft zurückkehren wird, in der er 2013 auf Aprilia Vizeweltmeister wurde und insgesamt 13 Siege sowie 33 Podestplätze einfuhr.

Aspar wird 2017 mit Alvaró Bautista und Yonny Hernandez antreten. Laverty wäre gerne im Team geblieben, machte aber von Anfang an eine Ducati GP16 zur Bedingung. Doch dafür fehlt Teamchef Jorge «Aspar» Martinez das Budget.

Laverty hat nach zwei Jahren die Nase voll von mageren MotoGP-Platzierungen, Rang 4 im Argentinien-GP dieses Jahr ist sein bestes Ergebnis. Der 30-Jährige will endlich wieder regelmäßig um Podestplätze kämpfen, noch lieber um den Titel.

Milwaukee Aprilia bietet ihm in der Superbike-WM diese Möglichkeit. Der Hersteller aus Noale, Superbike-Weltmeister 2010, 2012 und 2014 mit Max Biaggi und Sylvain Guintoli, wird sich wieder verstärkt werksseitig einbringen.

Während Aprilia bis zum werksseitigen Superbike-Ausstieg Ende 2014 weltmeisterlich war, kommen sie in der MotoGP-WM auf keinen grünen Zweig. Mit Red Devils Roma 2015 und IodaRacing 2016 hatten und haben sie kein Superbike-Team, mit dem sie gegen Kawasaki und Ducati bestehen können.

Das wird sich nächste Saison ändern, Milwaukee muss dafür tief in die Tasche greifen. Aprilia rief in den Verhandlungen mit interessierten Teams letzten Winter weit über eine Million Euro auf für Werks-Motorräder, Personal, Weiterentwicklung und die Erhaltung des Superbike-Testteams. Da sich Aprilia auf Anweisung des Piaggio-Konzerns auf die MotoGP-WM konzentriert, dürfte sich an diesen Forderungen für 2017 nicht viel geändert haben.

Für das Milwaukee-Team könnte sich diese Investition trotzdem auszahlen. «Ich habe einen Langzeitplan», unterstreicht Teamchef Muir. «Aprilia hat gesehen, was wir als Team im Fahrerlager darstellen. Wir haben viel Material und massiv investiert, um hier zu sein. Wir sind auf einem hohen Level in die Weltmeisterschaft eingestiegen, auch wenn die Resultate das nicht unterstreichen. Aprilia weiß, dass ich die Ambition habe Rennen zu gewinnen.»

Aus Italien ist zu hören, dass Aprilia und Milwaukee die zukünftige Zusammenarbeit sowie die Verpflichtung von Eugene Laverty die kommenden Tage bekanntgeben wird.

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