Seitenwagen-WM: Finale findet planmäßig statt

Von Helmut Ohner
Seitenwagen-WM
Seitenwagen-Rennen versprechen Spannung

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Nach der Verschiebung der Neuasphaltierung war vorerst unklar, ob auf dem Automotodrom Grobnik das Finale der Seitenwagen-WM ausgetragen wird, doch der Weltverband hält am Termin im September fest.

Schon in den vergangenen Jahren erregte der teils bemitleidenswerten Zustand der früheren Grand-Prix-Strecke in Grobnik/Rijeka den Unmut der Seitenwagen-Piloten. Vor allem die Bremszone in der ersten Kurve war grenzwertig. 2014 verunglückte an dieser Stelle Jörg Steinhausen mit seinem Beifahrer Axel Kölsch schwer. Der Unfall sollte letztendlich das Karriereende des erfolgreichsten deutschen Seitenwagen-Fahrers der letzten Dekade bedeuten.

Jahr für Jahr wurde eine Neuasphaltierung gefordert. Trotz Zusagen des Rennstreckenbetreibers wurden die Arbeiten mangels Budgets immer wieder auf die lange Bank geschoben. In diesem Jahr sollte rechtzeitig für den Seitenwagen-WM-Lauf Mitte September die neue Asphaltdecke aufgebracht werden. Weil die Baufirma den vereinbarten Fertigstellungstermin nicht einhalten kann, wurden die Arbeiten erneut auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Obwohl die Seitenwagen-Teams in jüngster Vergangenheit mehrmals unmissverständlich wissen ließen, unter diesen Bedingungen auf dem Automotodrom Grobnik, auf dem von 1978 bis 1990 der Motorrad-Grand-Prix von Jugoslawien ausgetragen wurde, nicht mehr antreten zu wollen, werden die beiden letzten Läufe der Seitenwagen-Weltmeisterschaft 2017 wie geplant am 9. und 10. September über die Bühne gehen.

Vor wenigen Tagen wurden die Mannschaften in einem E-Mail vom Weltverband «Fédération Internationale de Motocyclisme» (FIM) davon in Kenntnis gesetzt, dass man trotz der abermaligen Verschiebung der Streckenverbesserung seitens der «Commission of Circuit Racing» (CCR) am ursprünglichen Plan festhalten wolle, das Finale der Seitenwagen-Weltmeisterschaft in Kroatien auszutragen.

Bei der Fahrerbesprechung anlässlich der Gamma Racing Days in Assen wurden vergangenes Wochenende von der Dreirad-Gemeinde keine Einwände erhoben. «Alle haben die Entscheidung des Weltverbands zur Kenntnis genommen. Wir wissen ja auch gar nicht, in welchem Zustand die Rennstrecke tatsächlich ist», erzählte der derzeit an fünfter Stelle der WM liegende Österreicher Michael Grabmüller.

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