Formel 1: Erster Alpine-Fahrer steht fest

Aragón Sidecar-WM: Birchall-Brüder vor Steinhausen

Von Rudi Hagen
Den Sieg und die ersten 25 Punkte in der Seitenwagen-Weltmeisterschaft holten sich in Spanien die Brüder Ben und Tom Birchall. Zweite wurden Jörg Steinhausen und Axel Kölsch vor Tim Reeves und Gregory Cluze.

Nur elf Gespanne hatten den Weg ins spanische Aragón gefunden, von denen kurz nach dem Start gleich mal zwei ausschieden. Die Slowenen Remse/Biggs und die Niederländer Streuer/Koerts kollidierten und mussten aufgeben.

Im übrigen Feld entwickelte sich eine Drei-Klassen-Gesellschaft. Vorne machten sich anfangs Reeves, Steinhausen und Birchall gegenseitig Druck, ehe Reeves zurückfiel und Birchall dann schlau an Steinhausen vorbeischlüpfte und die Führung nicht mehr abgab.

Dahinter folgten Kurt Hock und Beifahrer Enrico Becker, die später immer näheren Kontakt zu Reeves bekamen und am Ende nur 5 Sekunden später als Vierte durchs Ziel fuhren. Der Rest des Feldes folgte im Ein- und Zwei-Minuten-Abstand.

Die Birchall-Brüder, betreut von Ex-Champion Adolf Hänni, strahlten nach ihrem Sieg um die Wette, denn im ersten Training hatten sie so ihre Probleme. «Wir sind zum ersten Mal hier gefahren», so Ben Birchall im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Da mussten wir erst mal das richtige Set-up finden. Zu Beginn des Rennens war es ziemlich eng, aber dann konnten wir nach vorne durchrutschen und uns problemlos absetzen.» Adolf Hänni freute sich ebenfalls mit seinen Schützlingen: «Sie akzeptieren meine Erfahrung und nehmen viel an.»

Jörg Steinhausen war mit Platz 2 hochzufrieden, denn der Technikteufel schlug an seiner BMW zu: «Gleich in den ersten Runden habe ich gemerkt, dass das Hinterrad wackelt. Immer wenn ich aus den Ecken heraus kam, war es, als wenn ein oder zwei Zähne im Getriebe fehlten, oder als wenn irgendwas mit der Aufhängung wäre. Für einen Moment dachte ich, das wär’s dann jetzt. Doch dann bin ich durchgefahren, habe aber oft die Luft angehalten, wenn es wieder so gewackelt hat.» Auch Beifahrer Axel Kölsch spürte die Unruhe: «Wenn du da so nah über dem Rad hängst, merkst du jeden Schlag. Ich bin froh darüber, dass wir die 20 WM-Punkte im Sack haben.»

Tim Reeves hatte mit vielerlei Problemen zu kämpfen. Dadurch, dass der Brite erst spät Sponsoren für den Einstieg in die WM fand, war das Motorrad noch nicht recht fertig. «Es waren viele Kleinigkeiten, die wir in Zukunft aber abstellen werden.»

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