«Night of the Fights»: Glamour, Gänsehaut und Tränen

Von Rudi Hagen
Speedway
Hübsche Grid-Girls durften bei der «Night of the Fights» nicht fehlen

Hübsche Grid-Girls durften bei der «Night of the Fights» nicht fehlen

Gut 5000 Zuschauer sahen in Cloppenburg das Flutlichtrennen „Night of the Fights“. Der MSC Cloppenburg hat einmal mehr eine sehr gut organisiertes Speedway-Spektakel über die Bühne gebracht. Aber der Club will noch mehr.

Die Anstrengungen der letzten Wochen haben sich für die Verantwortlichen des MSC Cloppenburg gelohnt. Mit einem Klasse-Fahrerfeld, spannenden Rennen und einer Top-Stimmung im urigen Motodrom an der Boschstraße im Cloppenburger Stadtteil Emstekerfeld belohnte der rührige Club das Kommen der vielen Zuschauer aus nah und fern.

«Wir wollten die Bahn und das Stadion noch weiter erneuern», sagte Präsident Burkhard Timme in seiner Begrüßungsrede, «das haben wir bisher zwar noch nicht ganz geschafft, aber wir werden das tun, um zukünftig auch internationale Prädikatsrennen zu uns nach Cloppenburg zu holen.»

Die bisherige Bahnlänge reicht mit 240 Metern für Rennen in dieser Form aber nicht aus. Im April dieses Jahres hat die Mitgliederversammlung des MSC Cloppenburg daher beschlossen, die Bahn auf das internationale Maß von 277 m zu erweitern. Man kalkuliert mit einer Bausumme von rund 200.000 Euro.

Der Club scheint genug Kraft zu haben, in der Zukunft eine große Rolle im Speedwaysport einnehmen zu können, sowohl vom Potential seiner Mitarbeiter, als auch vom finanziellen Vermögen, vom Fahrerpotential und von der ausgezeichneten Jugendarbeit her.

Mit seinem Rennen „Night of the Fights“ hat der MSC Cloppenburg mit Burkhard Timme, seinem Vize Lothar Koopmann, Rennleiter Mario Trupkovic an der Spitze und ihrem sowohl engagierten als auch innovativen Team auf jeden Fall wieder den Nerv des Publikums mit einer ausgewogenen Mischung aus Sport und Unterhaltung getroffen.

In Cloppenburg gehört zur «Night of the Fights» nicht nur das reine Speedwayrennen, sondern auch das ganze Drumherum. Es ist eher ein Spektakel und das in positiver Hinsicht.

Wo man auf der ein oder anderen Bahn schon mal sogenannte Grid-Girls herumtänzeln sah, und wo man besser gesagt hätte, lasst es doch einfach, hatte man in Cloppenburg das ganz große Paket ausgepackt mit einer fesch ausgestatteten Profi-Truppe aus Polen. Daneben gab es für das Publikum eine vielbesuchte Autogramm-(halbe)Stunde, einen engen Kontakt zu den Teams im Fahrerlager und ausreichend Verpflegung. Dazu Video-Leinwände, (sehr) laute Musik und emsige Sprecher, die allerdings die Marktschreierei einige Male übertrieben.

Doch es gab auch Tränen. Das Aushängeschild des Clubs, der vierfache Sieger des Rennens, Tobias Kroner, wurde für seinen letzten Auftritt als Aktiver in der Soestestadt vom Vorstand verabschiedet und weinte bei einer Videopräsentation mit internationalen Speedway-Stars, die Grüße an «Tobi» ausrichteten, gerührt. Das Publikum dankte herzlich und spendete Trost mit rauschendem Beifall.

Dass der Dohrener anschließend das Finale verpasste, tat der Stimmung im abendlichen Rund keinen Abbruch, denn er heizte das Publikum vor dem Endlauf mit dem Aufruf zur La-Ola-Welle kräftig an. «Hier in Cloppenburg stehen so viele Leute hinter mir, da fällt es mir wirklich nicht leicht good bye zu sagen», erklärte Kroner und dankte anschließend vor allem seinem Vater und seiner Mutter, dass sie in den 18 Jahren Rennsport immer zu ihm gehalten hätten.

«Hier war wieder eine super Stimmung, da bekommst du echt Gänsehaut auf der Bahn», gestand Clubfahrer René Deddens am Ende der «Night of the Fights». Recht hatte er.

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