Jurica Pavlic: «Wölbert wird erster GP-Fahrer»

Von Arek Gasiorowski und Igor Lisjak
Speedway
Jurica Pavlic: «Mehr Zuschauer, mehr Sponsoren»

Jurica Pavlic: «Mehr Zuschauer, mehr Sponsoren»

Jurica Pavlic wird als einer der ganz Grossen für die Zukunft gehandelt. Wir unterhielten uns mit dem erst 19-jährigen Kroaten.

Wie sieht dein Team aus? Wie viele Angestellte hast du?
 
Ich habe einen Mechaniker, der sich um mich in England kümmert, er ist aber eigentlich Vereinsmechaniker der Swindon Robins. Dazu habe ich zwei festangestellte Mechaniker aus Polen, die für den Rest von Europa zuständig sind.
Mechaniker sind sehr wichtig. Nicht nur das technische Wissen eines Mechanikers ist wichtig, auch die Chemie muss stimmen, wir müssen wie eine Familie sein. Nur dann kann man 100 Prozent herausholen. Mechaniker wollen auch, dass der Fahrer Erfolg hat, deswegen ist der Zusammenhalt sehr wichtig.
Um die Finanzen kümmert sich meine Mutter, sie ist die Expertin dafür. Damit habe ich nichts zu tun.

Welcher deutsche Fahrer hat die besten Chancen, in den Grand Prix zu kommen?
 
Es gibt einige Kandidaten. Tobias Kroner finde ich gut, aber ich glaube er ist noch zu jung und zurzeit nicht konstant genug. Kevin Wölbert könnte es als Erster schaffen.

Welche ist die stärkste Speedway-Liga der Welt und warum?
 
Die polnische, dort treffen sich die besten Fahrer der Welt und die Zuschauerzahlen sind auch um einiges höher, als in anderen Ligen. Dadurch gibt es mehr Sponsoren, was sich wiederum finanziell bemerkbar macht. Speedway hat in Polen eine lange Tradition, dort ist alles sehr professionell organisiert.

Wie sieht es mit der englischen Liga aus?
 
In England kommen bei weitem nicht so viele Zuschauer zu den Rennen wie in Polen. Was aber in England ganz gut funktioniert, sind die Rennwetten. Jedes Stadion hat ein Wettbüro. Dort kann man auf jede Runde wetten und anscheinend wird damit viel Geld verdient.
Die Infrastruktur ist jedoch nicht so gut. Einige Strecken haben Leitplanken aus Beton, wo dann nur die Airfences davor installiert werden. Wenn man Pech hat und stürzt, kann das böse ausgehen. Die Stadien sind dort 24 Stunden im Einsatz. Neben Speedway werden unter anderem Hunde- und Autorennen veranstaltet, worauf ebenfalls gewettet wird.

Lesen Sie mehr über Jurica Pavlic im SPEEDWEEK Magazin Ausgabe 14/2009, ab Dienstag 24. März am Kiosk.

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