Moto3-Feld räumt für 2026 auf – welcher Youngster bleibt auf der Strecke?
Ausgiebiges Stühlerücken in der Moto3. Während einige Talente den Sprung in die Moto2 schaffen, der Großteil einen weiteren Anlauf in der kleinsten WM-Klasse wagt, endet für andere das GP-Abenteuer.
In der Moto3 herrscht wie jedes Jahr große Bewegung, doch selten fiel das Stühlerücken so deutlich aus wie zum Übergang in die Saison 2026. Einige Youngster steigen verdient in die Moto2 auf, andere verlieren ihren Platz im GP-Paddock, und wieder andere suchen ihr Heil in alternativen Meisterschaften. Wer wurde ausgesiebt? Wie geht es für diejenigen weiter?
Der Name Rossi besitzt im GP-Sport unweigerlich Strahlkraft – im Fall von Riccardo Rossi half das wenig. Der 23-Jährige Italiener, nicht verwandt mit Valentino, absolvierte 130 GP-Starts in der Moto3, doch die Ausbeute blieb mager: Zwei Podestplätze in sieben Jahren sind zu wenig für eine weitere Vertragsverlängerung in der WM. Nach einer weiteren enttäuschenden Saison folgt nun der logische Schritt: Rossi wagt den Neustart in der Supersport-WM. Für Renzi Corse wird er 2026 eine Ducati Panigale V2 pilotieren – eine Chance, um seine Karriere auf einem neuen Terrain wiederzubeleben.
Auch für Stefano Nepa scheint das GP-Kapitel geschlossen. Seit 2018 war der Italiener ein konstanter Bestandteil der Moto3, zuletzt unter den Fittichen von Paolo Simoncelli bei Sic58. Doch trotz 137 WM-Starts blieb ihm ein Podest verwehrt – zu wenig für einen Platz in der kompetitiven Moto3. Für 2026 hat der 24-Jährige bislang keinen Vertrag, und die Restplätze in den Weltmeisterschaften werden immer weniger. Der Weg dürfte für Nepa aus der Weltmeisterschaft hinausführen.
Sein Talent blitzte immer wieder auf, doch es reichte nicht, um seine Position in der Red Bull-Struktur zu zementieren: Jacob Roulstone fuhr in 38 Rennen 28-mal in die Punkte, was seine Konstanz unterstreicht. Doch zweimal WM-Rang 15 und das Ausbleiben echter Spitzenresultate waren zu wenig, um eine weitere Saison im hochkarätigen KTM-Ajo-Umfeld zu rechtfertigen. Für den 2026 platzlosen Australier ist völlig offen, wie seine Karriere weitergeht.
Ein Name mit großem Gewicht in der Nachwuchsszene: Dennis Foggia. Zehn GP-Siege, Moto3-Vizeweltmeister 2021, eine Zeit lang sogar als künftiger MotoGP-Anwärter gehandelt. Doch zwei enttäuschende Jahre in der Moto2 ließen seinen Stern verblassen. Der Schritt zurück in die Moto3 zu Aspar sollte 2025 die Wende bringen. Foggia agierte solide, ohne seine alte Stärke zurückzuerlangen – und wurde vom talentierten Rookie Maximo Quiles regelrecht deklassiert. Nach 150 WM-Starts steht der Italiener nun vor einer ungewissen Zukunft.
Bis vor kurzem schien auch die WM-Zukunft von Cormac Buchanan und Ruche Moodley am seidenen Faden zu hängen. Doch beide erhielten grünes Licht für 2026 und bleiben bei BOE Motorsports im Moto3-Feld.
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