Speedway-Grand-Prix 2020: Wer bekommt die Wildcards?

Von Manuel Wüst
Speedway-GP

Der Speedway-Grand-Prix 2019 ist Geschichte und elf Teilnehmer für die Saison 2020 stehen fest. Vier weitere Fahrer bekommen eine Dauer-Wildcard, SPEEDWEEK.com gewährt einen Überblick.

Die Top-Acht 2019 werden wir 2020 automatisch erneut im Grand Prix sehen und auch die Top-Drei aus dem Challenge in Gorican sind fix im Feld dabei. Somit stehen elf von 15 permanente Grand-Prix-Fahrer bereits fest, die verbleibenden vier Startplätze werden vom Weltverband FIM und Promoter BSI vergeben.

Sicher mit einer Wildcard ausgestattet wird der Engländer Tai Woffinden. Er ging als Titelverteidiger in die Saison, hatte mit Verletzungen zu kämpfen und kam im gesamten Jahr nicht an seine Form aus dem Weltmeisterjahr 2018 heran. Woffinden ist dreifacher Champion und ein Charakter, auf den man im GP keinesfalls verzichten will.

Ebenso war Greg Hancock jahrelang fester Bestandteil der Serie, er verzichtete auf den Start in der Saison 2019, nachdem seine Frau an Brustkrebs erkrankt war. Ob der vierfache Weltmeister seine großartige Karriere fortsetzen wird, ist offen. Sollte der 49-Jährige auf die Bahn zurückkehren wollen, würde es nicht überraschen, wenn der Kalifornier eine permanente Wildcard erhält.

Nachdem bereits im vergangenen Jahr mit Leon Madsen der Speedway-Europameister für den Grand Prix nominiert wurde, könnte dies auch für die Saison 2020 der Fall sein. Mikkel Michelsen hat die EM in einem spektakulären Finale gewonnen. In der Saison 2019 stand der Däne auch im Grand-Prix-Challenge, den er auf dem 14. Rang mit fünf Punkten abschloss. Beeindruckender ist seine Bilanz in der höchsten schwedischen und polnischen Liga, dort gehörte Michelsen zu den besten Fahrern. Im Vojens-GP holte er als Wildcard-Fahrer sechs Punkte.

Ähnlich stabil punktete in den beiden Top-Ligen der Welt der zweifache U21-Weltmeister Maksym Drabik. Der Pole gehört zu den jungen aufstrebenden Fahrern, er könnte sich wie der Brite Robert Lambert auf der Substitute-Liste der Nachrücker wiederfinden. Vor allem dann, wenn Hancocks Zukunft ungewiss ist und so der Erste der Substitute-Liste nachrücken könnte.

Da sich im bisherigen GP-Line-up drei Polen, zwei Australier, zwei Dänen und je ein Fahrer aus Russland, Schweden, Slowenien und der Slowakei befinden, ist es gut möglich, dass auch die Herkunft eines Fahrers über eine permanente Wildcard entscheidet. Sollte ein Grand Prix in Russland Wirklichkeit werden, könnte Artem Laguta, der mit Emil Sayfutdinov das Speedway der Nationen gewann und im Vorjahr noch in den Top-Acht stand, wieder ein aussichtsreicher Kandidat für einen festen GP-Platz sein.

Wie jedes Jahr bietet die Vergabe der Wildcard viel Raum für Spekulationen und auch Martin Smolinski, der im GP-Challenge aufgrund eines Fehlers des Startmarschalls um den GP-Einzug gebracht wurde und viel Zuspruch der Offiziellen erhielt, ist gespannt. Bayer gilt als Außenseiterkandidat.

Das GP-Startfeld 2020:

Aus dem Grand Prix:
Bartosz Zmarzlik (PL)
Leon Madsen (DK)
Emil Sayfutdinov (RUS)
Fredrik Lindgren (S)
Martin Vaculik (SK)
Maciej Janowski (PL)
Jason Doyle (AUS)
Patryk Dudek (PL)

Aus dem Challenge:
Matej Zagar (SLO)
Niels-Kristian Iversen (DK)
Max Fricke (AUS)

SPEEDWEK.com Tipp für die Wildcards:
Tai Woffinden (GB)
Mikkel Michelsen (DK)
Artem Laguta (RUS)
Greg Hancock (USA)

siehe auch

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