Kenan Sofuoglu (Kawasaki): 14 Monate dauerverletzt

Von Kay Hettich
Kein Supersport-Pilot ist so erfolgreich wie Kenan Sofuoglu, aber auch kein anderer muss so viele Rückschläge und Verletzungen einstecken wie der Rekordweltmeister. Seit Januar 2017 ist der Kawasak-Star dauerverletzt.

2015 konnte man den Eindruck gewinnen, rein gar nichts könnte Kenan Sofuoglu in die Knie zwingen. Im Juli verstarb sein vier Monate alte Sohn Hamza an Gehirnblutungen. Doch trotz der seelischen Belastung krönte der 33-Jährige seine Karriere am Ende der Saison mit dem vierten Supersport-WM-Titel. Die Saison 2016 endete erneut mit Kenan Sofuoglu als Weltmeister – und als Vater eines im Oktober geborenen gesunden Sohnes!

Doch die Glückssträhne des Türken hielt nicht lange an: Beim Supermoto-Training im Januar 2017 brach sich Sofuoglu das rechte Handgelenk - der Daumen war instabil und renkte sich unter Belastung aus. Drei Operationen waren erforderlich, damit der Kawasaki-Pilot das Gelenk wieder schmerzfrei bewegen konnte.

Trotzdem versuchte Sofuoglu, am Saisonauftakt auf Phillip Island teilzunehmen, gab wegen unerträglicher Schmerzen aber bereits während des vorherigen Tests auf. Die Meetings in Australien und Thailand verpasste er. Beim Meeting in Magny-Cours Ende September stürzte Sofuoglu als WM-Leader erneut – und brach sich das Becken! Um sich eine Mini-Chance auf den möglichen sechsten WM-Titel zu wahren, saß der Türke beim Saisonfinale in Katar wieder auf seiner ZX-6R, doch der übermenschliche dritte Platz reichte dafür nicht. 

Nur zehn Tage vor dem Rennen konnte der tapfere Rekordweltmeister nur mit Rollator laufen!

Obwohl immer noch nicht vollständig gesund, nahm Sofuoglu im Januar 2018 am Supersport-Test in Jerez teil und stürzte hart auf seine Hüfte – er kam mit Prellungen davon. Bis heute leidet der Werkspilot an einer Bewegungseinschränkung am linken Bein.

Übel erwischte es das Aushängeschild von Kawasaki in der Supersport-WM dann im freien Training am Samstagmorgen auf Phillip Island. In der schnellen Linkskurve 3 krachte Sofuoglu wegen eines Reifenschadens bei 257 km/h ins Kiesbett und überschlug sich dort mehrfach. Schwerste Abschürfungen und Prellungen am ohnehin geschädigten linken Bein sowie am linken Arm hinderten Sofuoglu daran, im Rennen seine gewohnte Leistung abzurufen. Er wurde 13.

Eine zuerst befürchtete Hauttransplantation war am Ende nicht erforderlich, doch Sofuoglu wird beim Meeting in Thailand noch zu leiden haben. Er ist es gewohnt.


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