Randy Krummenacher nach Sturz: «Das ist mein Jahr!»

Von Ivo Schützbach
Randy Krummenacher im Gespräch mit SPEEDWEEK-Redakteur Ivo Schützbach

Randy Krummenacher im Gespräch mit SPEEDWEEK-Redakteur Ivo Schützbach

Innerhalb weniger Runden durchlebte Supersport-WM-Leader Randy Krummenacher (Bardahl Evan Bros Yamaha) die gesamte Gefühlswelt. Erst brach eine Welt zusammen, dann wurde alles gut.

Wegen Startplatz 6 im Nassen machte sich Randy Krummenacher keine Sorgen, am Sonntag scheint in Magny-Cours zum ersten Mal seit Tagen durchgängig die Sonne und es ist herbstlich warm.

Der GAU passierte gleich in Runde 1: Randy Krummenacher wurde mit einem spektakulären Highsider von seiner Yamaha R6 katapultiert.

Als Bardahl-Evan-Bros-Teamkollege Federico Caricasulo in der dritten Runde die Führung übernahm und dem Feld enteilte, sah Krummi seine Felle in der Weltmeisterschaft davon schwimmen. Vor dem Rennen in Magny-Cours lag der Zürcher Oberländer zehn Punkte vor Caricasulo, bei diesem Stand wäre ein 15-Punkte-Rückstand daraus geworden.

Eine Runde später geschah das Undenkbare: Caricasulo rutschte in Führung liegend aus! Der Italiener stieg auf seine R6 und fuhr weiter, um eine halbe Runde später erneut zu stürzen.

Damit war klar: Krummenacher und Caricasulo kommen als WM-Führende zum vorletzten Rennen in Argentinien in zwei Wochen. Dass Lucas Mahias das Rennen vor Isaac Vinales und Ayrton Badovini gewann, hat keinen Einfluss auf die Spitze in der Gesamtwertung.

«Ich hab’ mir bei dem Sturz das Becken angeschlagen, bin sonst aber okay», erzählte Krummi. «Den Sturz kann ich mir nicht erklären, ich fuhr in der ersten Runde überhaupt nicht aggressiv. Ich wollte mir das Ganze anschauen und später attackieren. Ich tat nichts anderes, als dem Kyle Smith nachzufahren. Dann rutschte mir das Hinterrad so schlagartig weg, dass ich keine Chance hatte. Da war etwas nicht in Ordnung, so etwas ist unmöglich. Auch ohne Traktionskontrolle ist nicht erklärbar, wie mir dort das Hinterrad weggehen kann.»

Im Moment des Sturzes brach für Krummi eine Welt zusammen, als es drei Runden später Caricasulo erwischte, war die Ausgangslage wieder wie vor Frankreich. «Das ist mein Jahr, okay», grinste er im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Was heute passiert ist, gibt mir noch mehr Sicherheit und Selbstvertrauen. Erst fragte ich mich, wo Federico abgeblieben ist. Dann dachte ich mir, dass ich mehr Glück als heute nicht mehr haben kann.»

In der Weltmeisterschaft führt Krummi weiter mit 193 Punkte vor Caricasulo mit 183. Der WM-Dritte Jules Cluzel wurde bei seinem Heimrennen nur Sechster und hat mit 155 Punkten nur noch theoretische Chancen auf den Titel. «Bei allem Respekt, aber er müsste die letzten zwei Rennen gewinnen und wir müssten ganz schlecht sein», sagte Krummenacher über Cluzel.

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